Champagne, Frankreich: Mein Guide für die Reise ins Ursprungsland des Champagners

Ich gebe es zu: Ich habe schon unzählige Stunden damit verbracht, mir Karten der Champagne anzuschauen, Ortsnamen zu googeln und mir vorzustellen, wie es wohl ist, durch die Weinberge von Aÿ zu laufen. Als jemand, der zuhause regelmäßig Flaschen öffnet und Etiketten studiert, wächst irgendwann der Wunsch, die Region nicht nur im Glas, sondern mit eigenen Augen zu erleben. Deshalb wollte ich hier mal aufschreiben, wie ich die Champagne als Reiseziel einordne – nicht als jemand, der schon zig Mal dort war, sondern als jemand, der sich das alles akribisch erlesen und für sich zusammengesetzt hat.

Warum die Champagne mehr ist als nur Reims und Épernay

Die meisten Guides schicken dich sofort nach Reims oder Épernay – verständlich, dort sitzen die großen Häuser mit ihren beeindruckenden Kellern. Aber was mich an der Region fasziniert, ist, dass sie eigentlich aus mehreren sehr unterschiedlichen Charakteren besteht. Die Montagne de Reims mit ihren Pinot-Noir-geprägten Lagen fühlt sich komplett anders an als das Vallée de la Marne, wo Meunier zuhause ist, oder die Côte des Blancs, die als das Herzstück für Chardonnay gilt. Und dann gibt es noch die Côte des Bar im Süden, die geografisch fast näher an Chablis liegt als an Reims – was ich lange gar nicht wusste, bis ich mich intensiver mit der Herkunft einzelner Winzerchampagner beschäftigt habe.

Für mich als Enthusiast macht genau das die Region so spannend: Man kann theoretisch an einem Tag durch drei völlig unterschiedliche Terroir-Charaktere fahren.

Die großen Maisons vs. die kleinen Winzer – wohin soll ich?

Ich glaube, das ist die wichtigste Entscheidung für jede Champagne-Reise. Die großen Häuser wie Moët, Veuve Clicquot oder Taittinger bieten spektakuläre Kellerführungen durch kilometerlange Kreidegänge – architektonisch und historisch beeindruckend, keine Frage. Aber was ich mir persönlich mehr wünsche, sind Besuche bei kleineren Erzeugern, den sogenannten Récoltants-Manipulants, die ihre eigenen Trauben selbst verarbeiten. Genau diese Flaschen sind es ja auch, die ich zuhause am liebsten probiere, weil sie oft eigenwilliger und weniger glattgeschliffen schmecken als viele der großen Marken-Cuvées.

Mein Eindruck aus allem, was ich gelesen habe: Bei den großen H��usern bekommt man Show und Geschichte, bei den kleinen Winzern bekommt man Persönlichkeit und manchmal ein Gespräch mit jemandem, der buchstäblich in seinem eigenen Weinberg steht. Am besten wahrscheinlich: eine Mischung aus beidem einplanen.

Was macht den Boden hier eigentlich so besonders?

Ein Punkt, der mich seit Langem beschäftigt, ist die Kreide unter der Champagne. Dieser besondere Kalkstein-Untergrund speichert Wasser, gibt es langsam wieder ab und sorgt gleichzeitig für gute Drainage – eine Kombination, die für die Reben offenbar ideal ist. Die alten Kreidekeller, die teilweise noch aus römischer Zeit stammen, wurden später einfach weitergenutzt, um Champagner bei konst

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