Jahrgang 1980 — Kühl und leicht

Kühl und leicht

Der Jahrgang 1980 war geprägt von einem kühlen, feuchten Sommer mit wenig Sonnenstunden. Die Blüte verlief ungleichmäßig, und die Vegetationsperiode war durchgehend kühl. Die Ernte begann spät, Mitte Oktober, und die Trauben erreichten nur moderate Zuckergrade bei hoher Säure. Es war kein Jahr für große Weine — die Grundweine waren schlank, säurebetont und ohne die Konzentration, die einen Jahrgangs-Champagner rechtfertigt.

Charakter und Entwicklung

Nur wenige Häuser haben 1980 als Jahrgang deklariert. Die Champagner, die es auf den Markt schafften, waren leicht, fast filigran, mit einer Säure, die schnell dominant wurde. Heute, über 45 Jahre später, sind diese Flaschen Raritäten — nicht wegen ihrer Qualität, sondern wegen ihrer Seltenheit. Wer eine findet, erlebt ein Stück Champagner-Geschichte, sollte aber keine Wunder erwarten.

Der Jahrgang 1980 steht exemplarisch für die Herausforderungen, mit denen die Champagne vor dem Klimawandel regelmäßig kämpfte: Zu wenig Sonne, zu viel Regen, Trauben, die nie wirklich reif wurden. In der Assemblage der Non-Vintage-Champagner fanden diese Grundweine ihren Platz — als Säuregerüst und Frische-Komponente.

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Jahrgang 1980
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