Pommery vor dem Verkauf an Henkell? Was das für Champagner-Liebhaber bedeutet

Große Veränderungen in der Champagne: Pommery sucht neue Besitzer

Als ich letzte Woche die Nachrichten über einen möglichen Verkauf von Pommery an Henkell Freixenet las, musste ich erstmal durchatmen. Wieder einmal steht eine traditionelle Champagner-Marke vor einem Eigentümerwechsel, und das wirft für mich als Champagner-Enthusiast viele Fragen auf.

Pommery gehört seit Jahren zu den Häusern, die ich regelmäßig im Glas habe. Die blaue Flasche ihres Brut Royal steht nicht ohne Grund in vielen deutschen Haushalten. Aber was bedeutet es, wenn so eine Marke den Besitzer wechselt?

Was macht Pommery eigentlich aus?

Für mich war Pommery schon immer eine interessante Mischung: Einerseits eine der großen Marken mit entsprechender Verfügbarkeit, andererseits aber durchaus mit eigenständigem Charakter. Ihre Champagner haben oft diese frische, lebendige Art, die ich besonders schätze.

Was mich beim Verkosten verschiedener Pommery-Cuvées immer fasziniert hat, ist ihre Konstanz. Der Brut Royal schmeckt heute im Grunde genauso wie vor fünf Jahren, das ist bei der Größe des Hauses eine echte Leistung. Diese Verlässlichkeit könnte bei einem Verkauf durchaus auf dem Spiel stehen.

Warum verkauft die Familie überhaupt?

Die aktuellen Besitzer, die Familie Vranken, haben Pommery seit den 1990er Jahren im Portfolio. Dass sie jetzt verkaufen wollen, überrascht mich nicht wirklich. Die Champagne-Branche konsolidiert sich schon seit Jahren, und kleinere Familienunternehmen haben es zunehmend schwer gegen die großen Konzerne.

Ich vermute, dass auch die wirtschaftlichen Herausforderungen der letzten Jahre eine Rolle spielen. Corona hat der gesamten Champagne-Industrie zugesetzt, und die Inflation macht Investitionen teurer. Da kann ein Verkauf durchaus sinnvoll sein.

Was bedeutet Henkell als neuer Besitzer?

Henkell Freixenet ist ja schon jetzt ein Riese im deutschen Sektmarkt. Als deutscher Champagner-Liebhaber kenne ich natürlich ihre Marken, von Henkell Trocken bis hin zu Fürst von Metternich. Aber Champagner? Das wäre für sie relativ neues Terrain.

Einerseits könnte das gut sein: Henkell versteht den deutschen Markt wie kaum ein anderer. Sie wissen, wie man Schaumwein erfolgreich verkauft und haben die Vertriebskanäle. Andererseits mache ich mir Sorgen um die Authentizität.

Meine größten Befürchtungen

Was mich als Enthusiast am meisten beschäftigt: Wird Pommery nach einem Verkauf noch derselbe Champagner sein? Ich habe schon zu oft erlebt, dass nach Übernahmen die Qualität leidet oder der Charakter einer Marke verwässert wird.

Besonders bei deutschen Unternehmen, die primär Sekt produzieren, sehe ich die Gefahr, dass sie Champagner zu sehr durch die "Sekt-Brille" betrachten. Das sind aber zwei völlig verschiedene Welten, angefangen bei den Trauben bis hin zur Méthode Champenoise.

Könnte es auch Chancen geben?

Trotz aller Sorgen sehe ich auch mögliche positive Aspekte. Henkell hat definitiv die finanziellen Mittel, um in Qualität und Marketing zu investieren. Vielleicht würde Pommery unter neuer Führung sogar wieder experimenteller werden?

Außerdem könnte eine deutsche Muttergesellschaft dafür sorgen, dass Pommery hierzulande noch präsenter wird. Mehr Verfügbarkeit, bessere Preise, das wären durchaus Vorteile für uns Verbraucher.

Was ich mir von einem möglichen Verkauf wünsche

Falls der Verkauf tatsächlich stattfindet, hoffe ich vor allem auf Kontinuität. Die Produktionsstandards müssen gleich bleiben, die Handschrift der Champagner sollte erkennbar bleiben. Gleichzeitig wäre es sch��n, wenn neue Impulse kämen, vielleicht interessantere Limited Editions oder Vintage-Champagner zu faireren Preisen.

Als Champagner-Liebhaber werde ich die Entwicklung definitiv im Auge behalten. Sollte sich unter neuer Führung etwas am Geschmack ändern, werde ich es beim nächsten Glas Pommery sofort merken. Bis dahin heißt es: abwarten und hoffen, dass die Tradition respektiert wird.

Fazit: Ein Wendepunkt für eine traditionsreiche Marke

Der mögliche Verkauf von Pommery zeigt einmal mehr, wie sehr sich die Champagne-Landschaft wandelt. Für mich als Enthusiast bleibt die Hoffnung, dass auch unter neuer Führung die Qualität stimmt und der Charakter erhalten bleibt, der Pommery zu etwas

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