Warten, warten, warten: und dann belohnt werden
2013 hat die Geduld der Winzer auf eine harte Probe gestellt. Es war einer der spätesten Jahrgänge seit Menschengedenken, die Ernte begann erst im Oktober. Wochenlang schauten die Vignerons in den Himmel und warteten. Auf Sonne, auf Reife, auf ein Zeichen, dass die Trauben es noch schaffen. Und am Ende schafften sie es. Knapp, aber sie schafften es.
Das Wetter 2013
2013 begann denkbar schlecht. Der Winter war lang und kalt, der Frühling kalt und nass. Der Austrieb verzögerte sich um mehrere Wochen. Die Blüte fand erst Ende Juni bis Anfang Juli statt, extrem spät, und verlief problematisch. Verrieselung war weit verbreitet, die Erträge wurden von Anfang an reduziert.
Der Sommer war durchwachsen. Der Juli brachte endlich etwas Wärme und Sonne, aber der August fiel wieder kühl und feucht aus. Die Reben entwickelten sich quälend langsam. Im September war klar: Dies würde einer der spätesten Jahrgänge der Geschichte werden.
Und dann kam die Wende: Der Oktober brachte eine unerwartete Schönwetterperiode. Sonnige, warme Tage und kalte Nächte, genau die Bedingungen, die die Champagne für ihre besten Weine braucht. Die Trauben reiften langsam, konzentrierten sich und entwickelten eine brillante Säure bei fortschreitender Zuckerbildung.
Die Ernte begann Anfang bis Mitte Oktober, zwei bis drei Wochen später als in einem durchschnittlichen Jahr. Das Lesegut war klein in der Menge, aber von bemerkenswerter Qualität: hoch konzentriert, mit exzeptioneller Säure und einer Intensität, die niemand nach diesem schwierigen Jahr erwartet hatte.
Stil des Jahrgangs
2013 erinnert unweigerlich an 1996, und der Vergleich ist nicht unberechtigt:
- Extrem hohe Säure, schneidend, vibrierend, elektrisierend
- Straffe Frucht, Zitrone, Grapefruit, grüner Apfel, Limette
- Ausgeprägte Mineralität, Kreide, Feuerstein, Salzigkeit
- Schlanker, nervöser Körper, drahtig statt üppig
- Enormes Lagerpotenzial, die besten werden Jahrzehnte brauchen
- Langsame Entwicklung, diese Weine verschließen sich in der Jugend
2013 ist kein Jahrgang für Ungeduldige. In der Jugend wirken die Weine oft unnahbar, die Säure dominiert, die Frucht versteckt sich. Aber mit der Zeit, und wir reden hier von 10, 15, 20 Jahren, werden sich diese Weine öffnen und eine Komplexität zeigen, die in weicheren Jahrgängen nie entstehen kann.
Rebsorten-Performance
Chardonnay war die klare Nummer eins. Die kühlen Bedingungen und die langsame, späte Reifung begünstigten die Rebsorte perfekt. Die Côte des Blancs lieferte Material, das an die legendären 1996er Chardonnays erinnert: mineralisch, säurebetont, mit einer fast kristallinen Klarheit.
Blanc de Blancs aus 2013 gehören zu den aufregendsten der Dekade. Sie brauchen Geduld, aber wer sie hat, wird belohnt.
Pinot Noir hatte es schwerer. Die kühlen Bedingungen erschwerten die phenolische Reife. Die besten Lagen der Montagne de Reims lieferten dennoch sauberes, strukturiertes Material, schlank, aber mit Rückgrat.
Pinot Meunier kam mit dem späten Jahr weniger gut zurecht. Die Erträge waren gering und die Qualität uneinheitlich.
Meine Erfahrungen mit 2013
7 Flaschen habe ich aus dem Jahrgang 2013 probiert, und sie haben mich in eine Richtung gedrängt, die ich nicht erwartet hatte: Begeisterung.
the_champagne.guy Manchmal braucht es keinen speziellen Anlass, um einen neuen Champagner zu probieren – ein entspannter Abend reicht völlig aus. Diesmal fiel die Wahl auf den @champagne_hgoutorbe - Cuvée Millésime 2013, eine Flasche, die bisher noch unberührt in meinem Keller lag. 🍾 Was steckt drin? ✔ Jahrgang: 2013 – ein kühleres Jahr, das elegante, frische Champagner hervorgebracht hat ✔ Assemblage: Hauptsächlich Pinot Noir mit etwas Chardonnay ✔ Ausbau: Längere Reife auf der Hefe für mehr Komplexität ✔ Aromen: Reife Birne, Zitrus, Brioche & feine nussige Noten ✔ Gaumen: Vollmundig, mit frischer Säure und feinem Mousseux Glaswahl: Diesmal kam das @riedel_official Performance Champagnerglas zum Einsatz – genug Platz für die Aromen, aber nicht zu bauchig, um die Frische zu verlieren. Der 2013er zeigte sich im Glas wunderbar ausgewogen, mit einer schönen Länge und einer feinen Reife, die Lust auf den nächsten Schluck machte. 🍷 Fazit: Kein großer Name, keine Prestige-Cuvée – einfach ein guter, solider Jahrgangs-Champagner, der genau das liefert, was man sich von einem schönen Abend erwartet. Welcher Champagner war eure letzte „Neuentdeckung“? 📖🍾 #TheChampagneGuy #HenriGoutorbe #ChampagneExperience #RiedelPerformance #ChampagnerGenuss #EinfachSo #Millésime2013
Auf Instagram weiterlesen →the_champagne.guy Für gestern Abend hatte ich den @champagne_forget_brimont – Vintage 2013 rausgesucht. Eine Flasche, die ich zweimal im Keller habe, aber bisher noch nicht kannte. Daher die Idee: einmal solo – und die zweite Flasche dann vielleicht mit einem Pairing, wenn’s passt. Bei der Glaswahl hätte ich eigentlich wieder mein Riedel Fatto a Mano Black Tie genommen, hab mich dann aber an einen Kommentar von @maxiriedel erinnert: Die Dom Pérignon-Gläser passen auch generell für Jahrgangs-Champagner. Also heute mal wieder die Dom Pérignon-Gläser. Beim Einschenken war ich dann erstmal verwundert über die extrem großen Bubbles – kaum Aroma, irgendwie nicht das, was ich mir von dieser Flasche erwartet hatte. Zuerst dachte ich, dass ich die Gläser schon länger nicht mehr verwendet hatte und sie nochmal hätte polieren sollen. Also gespült, poliert – gleiches Ergebnis. Dann der direkte Vergleich im Fatto a Mano Black Tie: alles wie gewohnt. Feine Bubbles, samtige Mousse, offeneres Aroma. Also nochmal etwas gelesen, Chat GPT gefragt, was hier gerade los ist 😄 Und ja – der 2013 braucht im Dom Pérignon-Glas einfach Zeit und Wärme. Nach rund zehn Minuten und etwa elf Grad merkt man, wie das Glas plötzlich zum Werkzeug wird – und nicht mehr nur zum Nebendarsteller. Damit wir nicht nur über Gläser sprechen :) -> reife Steinfrucht – Aprikose, Pfirsich – aber in einem klaren, knackigen Stil. Dazu Mandeln/Haselnüsse und ein Hauch würziger Kreide-Mineralik kam dann dem wasnich erwartet hatte schon näher 🥂🍾 Champagne-Facts 🥂 50 % Pinot Noir · 50 % Chardonnay 📅 Jahrgang 2013 📍 Ludes · Montagne de Reims 🪵 Ausbau im Edelstahl, malolaktische Gärung durchgeführt 🍬 Dosage: 6–7 g/l (Brut) 🕰 Stil: klassisch · strukturiert · elegant Ein spannender Abend, der mal wieder gezeigt hat, wie viel ein Glas verändern kann und dass jede Flasche und jedes Setting auf ihre Weise überraschen kann. Lernkurve und so :) #TheChampagneGuy @mybeezer @riedel_official @grad.dk #ForgetBrimont #Vintage2013 #ChampagneMoment #GrowerChampagne #MontagnedeReims #ChampagneLife #ChampagneVibes #ChampagneTasting #ChampagneExperience #ChampagneLover #TheChampagneGuyMoments
Auf Instagram weiterlesen →the_champagne.guy Ein lauer Sommerabend, eine Platte voller Austern auf Eis. Drei Vinaigrettes standen bereit – aber ich war mir nicht sicher, welcher Champagner dazu am besten passt. Keine Blanc de Blancs, kein Rosé – sondern: @champagnepaulhazard – Vieilles Vignes – Millésime 2013 Eine Flasche, zu der ich bis vor Kurzem kaum Informationen hatte – jetzt weiß ich mehr: • 🍇 Assemblage: 57 % Meunier, 23 % Chardonnay, 20 % Pinot Noir • ⚖️ Dosage: 0,4 g/l • 🪵 Ausdruck: frischer Holzeinfluss, weiße Früchte, leicht bitterfrische Noten • 🍽️ Empfehlung laut Winzer: Austern Wir hatten dazu Gillardeau-Austern mit drei hausgemachten Vinaigrettes: 1. 🧅 Klassische Mignonette – Schalotten & Rotweinessig 2. 🌶️ Zitrus-Tabasco-Vinaigrette – gut scharf, mit Limette & Apfelessig 3. 🌿 Soja-Limetten-Vinaigrette – japanisch inspiriert Natürlich habe ich es mir auch nicht nehmen lassen, ein paar Austern ganz pur zu genießen – mit einem kleinen Schuss Champagner direkt in die Schale. Einfach, salzig, frisch – und irgendwie genau richtig. Der Champagner war kein klassischer Begleiter – aber ein perfektes Gegengewicht: Weich, tief, mit einer feinen floralen Note – und genug Struktur, um Salzigkeit, Zitrusfrische und Schärfe standzuhalten. Die Kombination war mutig, aber lohnend. Eine schöne Erinnerung daran, dass Champagner nicht immer perfekt passen muss – manchmal darf er einfach anders sein als man ihn erwartet. #TheChampagneGuy @riedel_official @grad.dk #PaulHazard #VieillesVignes #AusternLiebe #ChampagnerMutprobe #VinaigretteDreierlei #Winzerchampagner #Millésime #ExtraBrut #HuitresEtChampagne
Auf Instagram weiterlesen →the_champagne.guy Man kennt @moetchandon . Man kennt den Brut Impérial. Ein Klassiker, den fast jeder schon mal im Glas hatte – solide, verlässlich, leicht wiederzuerkennen. Aber der Grand Vintage 2013? Das ist ein ganz anderes Kapitel. Einer, der zeigt, was Moët wirklich kann, wenn es um Tiefe, Struktur und Reife geht. Ich habe ihn heute geöffnet – nicht aus Anlass, sondern aus Neugier. Es wurde Zeit herauszufinden, ob Moët mehr kann als „Impérial“ – und ob mein Urteil bisher vielleicht zu voreilig war. Während der Standard-Brut eher in Richtung Frucht, Offenheit und unkompliziertem Einstieg geht, zeigt der Grand Vintage 2013 eine kühlere, ernstere Stilistik: • 🍇 Assemblage: 41 % Chardonnay, 38 % Pinot Noir, 21 % Meunier • 🗓️ Dégorgiert: März 2021 • 🕰️ 7 Jahre auf der Hefe • ⚖️ Dosage: 5 g/l – Extra Brut • 🧊 Stilistik: klar, reif, präzise • 🍋 Aromen: Zitrus, weißer Pfirsich, getoastetes Brioche, leicht mineralisch Im @riedel_official Glas zeigt er Spannung und Struktur, mit einer feinen Reife, die sich nicht in den Vordergrund drängt. Fazit: Wer Moët bisher nur als „Prestige-Marke“ für große Logos und Club-Magnums abgespeichert hat, sollte dem Grand Vintage 2013 eine Chance geben. Er ist der stille Beweis, dass auch große Namen leise Töne beherrschen. #TheChampagneGuy @grad.dk #MoetGrandVintage2013 #ExtraBrut #VintageChampagne #NichtNurLogo #StrukturImGlas #ChampagnerLiebe #MoetMitTiefe
Auf Instagram weiterlesen →the_champagne.guy Heute habe ich den @rarechampagne_official Millésime 2013 zu meinem Geburtstag geöffnet – und damit nicht nur eine Flasche, sondern eine ganze Geschichte. 🔸 Rebsorten: 70 % Chardonnay, 30 % Pinot Noir 🔸 Lagen: 11 Crus (davon 79 % Grand Cru, 21 % Premier Cru) 🔸 Ausbau: 8 Jahre auf der Hefe 🔸 Dégorgement: Dezember 2022 🔸 Dosage: 9 g/l 🔸 Aromen: Blüten, grüner Tee, Honig, Zitrus, Vanille 🔸 Gaumen: Seidig, fruchtig, komplex, feine Bitterkeit, langer Nachhall Rare ist kein Alltagschampagner – und das soll er auch nicht sein. Es ist die Prestige-Cuvée, die ursprünglich von @piper_heidsieck stammt und heute als eigene Marke geführt wird. Nur in besonderen Jahren vinifiziert – 2013 war der 13. Jahrgang überhaupt. Tatsächlich mein erster Rare überhaupt. Serviert im @riedel_official Fatto a Mano Black Tie. Genau heute hat es einfach gepasst. #TheChampagneGuy #RareChampagne #Millesime2013 #PrestigeCuvee #BirthdayBottle #FattoaMano #RiedelGlas #ChampagneMoment
Auf Instagram weiterlesen →Was mich fasziniert hat: Die unglaubliche Energie dieser Weine. 2013er Champagner haben eine innere Spannung, eine Vibration, die den Mund elektrisiert. Die Säure ist nicht aggressiv, sie ist lebendig. Sie zieht, sie pulsiert, sie fordert auf, noch einen Schluck zu nehmen.
Bei einigen der verkosteten Flaschen war ich überrascht, wie viel Komplexität sich hinter der straffen Fassade verbirgt. Man muss genau hinschmecken, und dann findet man Schichten von Mineralität, zarten Blütennoten, einer fast salzig-jodigen Tiefe.
Mein Fazit nach 7 Flaschen: 2013 ist ein Jahrgang für Nerds und Geduldige. Wer Champagner analytisch trinkt, wer die Spannung zwischen Säure und Frucht liebt, wer bereit ist zu warten, der wird 2013 lieben.
Der Vergleich: 2013 vs. 1996
the_champagne.guy Ich gebe zu: Ich hatte heute kurz Sorge. Mit einer leichten Erkältung im Nacken hatte ich Angst, dieses aromatische Schwergewicht zu „verpassen“. Aber der @rarechampagne_official Brut Millésime 2008 hat mich einfach umgehauen. Er ist so präsent, so energiegeladen, dass er sich seinen Weg bahnt. Aufgrund der enormen Reife habe ich mich heute für mein @gabriel_glas entschieden – für die valentinstagswürdige Eleganz in der federleichten Gold Edition. Dieser Champagner ist ein echtes Kaliber und braucht den Raum, den dieses Glas ihm bietet, um voll zu atmen. Schon beim ersten Hineinschnuppern: Diese tiefe, edle Honignote und frische Brioche. Aber das eigentliche Spektakel findet am Gaumen statt. Es ist dieser Moment nach dem Schluck – 30 Sekunden später entwickelt er sich immer noch weiter. Da kommt eine feine Würze, ein Hauch Vanille und diese unfassbare Länge, die einfach nicht aufhören will. Im Vergleich zum eher kühlen, präzisen 2013er (mein Geburtstags-Champagner im letzten Mai) oder dem kraftvoll-fruchtigen 2012er Rosé aus dem Dezember ist der 2008er die absolute Harmonie. Opulent und doch frisch. Und er fordert definitiv Zeit und Aufmerksamkeit. Champagne-Facts 👑 🍇 70% Chardonnay · 30% Pinot Noir 🥂 Millésime 2008 (der „Ewige“) 🕰 Über 10 Jahre Hefelager ✨ Noten von Honig, Brioche, Vanille & feiner Würze 🍷 Glas: Gabriel-Glas Gold Edition (für maximale Entfaltung) 📍 Assemblage aus 8 Grand Crus Fazit: Dieser Rare braucht keine perfekten Umstände, um zu glänzen. Aber dass er unseren 22. gemeinsamen Valentinstag begleitet, macht das Erlebnis erst komplett. Er ist schlichtweg perfekt. #TheChampagneGuy @grad.dk @pmmounier @laclaye #RareChampagne #Valentinstag #GoldEdition #Millésime2008
Auf Instagram weiterlesen →the_champagne.guy Gestern habe ich die Cuvée Minéral von @champagne_espritchapuy geöffnet. Ein 100 % Chardonnay Grand Cru aus Oger, Basisjahr 2014, mit 30 % Reserveweinen (2011–2013), 10 Jahre Hefelager, im Edelstahl ausgebaut – und mit 3 g/l ganz fein dosiert. Also ein Wein, der schon auf dem Papier nach Tiefe, Fokus und Klarheit schreit. Im Glas dann genau das, was ich erwartet hatte - Präzision, die durch mein @josephinenhutte No.4 Champagner Glas perfekt geführt wurde. In der Nase erst würzig und intensiv, dann kommen gelbe Früchte, etwas Honig, Brioche, und immer wieder diese kreidige Linie, die alles zusammenzieht. Am Gaumen voll, kraftvoll, strukturiert. Reife Frucht, gute Spannung, klare Substanz. Das ist nicht der verspielte Blanc de Blancs für den schnellen Aperitif. Das ist ein Wein, der zeigt, was passiert, wenn man Zeit, Reife und Terroir richtig ernst nimmt - also perfekt für einen solchen ruhigen Abend, an dem man etwas Ruhe hat, über die Flasche nachzudenken. Champagne-Facts 🥂 100 % Chardonnay · Grand Cru 📅 Basisjahrgang 2014 · 30 % Reserve (2011–2013) 📍 Oger · Côte des Blancs 🕰 10 Jahre Hefelager · Dégorgiert: 18.02.2025 🪵 Ausbau Edelstahl 🍬 Dosage: 3 g/l (Extra Brut) Ein Blanc de Blancs, der nicht kühl und zitronig, sondern tief, kraftvoll und mineralisch daherkommt. Genau der Stil, der mir im angehenden Winter noch mehr Spaß macht als im Sommer. #TheChampagneGuy @grad.dk @laclaye @jchlp @labelleviefamily #Chapuy #OgierGrandCru #CuveeMineral #BlancdeBlancs #CotedesBlancs #GrandCru #ExtraBrut #GrowerChampagne #ChampagneMoment #ChampagneLife #ChampagneVibes #ChampagneTasting #TheChampagneGuyMoments #laclayeperfectserve
Auf Instagram weiterlesen →| Eigenschaft | 1996 | 2013 |
|---|---|---|
| Säure | Extrem hoch | Sehr hoch |
| Erntefenster | Mitte Oktober | Anfang-Mitte Oktober |
| Chardonnay-Qualität | Legendär | Hervorragend |
| Entwicklungstempo | Sehr langsam | Langsam |
| Lagerpotenzial | 30+ Jahre | 25-35+ Jahre |
Die Parallelen sind frappierend. Beide sind kühle, späte Jahrgänge mit hoher Säure und Chardonnay-Dominanz. 1996 hatte vielleicht einen Tick mehr Konzentration, 2013 etwas mehr Eleganz. Aber die DNA ist verwandt.
Einordnung in die Dekade
In der Sequenz 2012-2013-2014-2015 bilden 2012 und 2013 das ernste, strukturierte Duo, während 2014 und 2015 die reifere, zugänglichere Seite repräsentieren.
2013 ist der intellektuellste Jahrgang dieser Gruppe, der, den man nicht beim ersten Schluck versteht, sondern erst nach dem dritten Glas.
Trinkreife heute
2013er Champagner sind jetzt in einer Phase des Übergangs. Die Jugend liegt hinter ihnen, die volle Reife noch vor ihnen. Wer jetzt trinkt, erlebt Weine, die sich zu öffnen beginnen, die straffe Säure wird von den ersten Reifenoten ergänzt: Brioche, Mandel, Honig.
Die besten Exemplare haben aber noch 10-20 Jahre vor sich. Wer warten kann, sollte warten. Der Lohn wird ein Champagner von seltener Komplexität sein.
Posts
the_champagne.guy Flight 2 mit 4 weiteren Flaschen aus dem @piotsevillano Adventskalender fühlte sich von Beginn an anders an. Weniger Kontraste, weniger Extreme – dafür mehr Substanz, mehr Wärme, mehr Reife. Nachdem Flight 1 stark über Säure, Dosage und Spannung definiert war, stand hier Meunier in seiner klassischen, gereiften Form im Mittelpunkt: Jahrgang, Reserveweine, alte Reben. Auch hier wieder parallel geöffnet und verkostet, gleiche Gläser (@gabriel_glas ), gleiche Reihenfolge, gleicher Anspruch an Vergleichbarkeit. Die Flaschen: 🍯 Millésime 2013 Fruchtig-frisch, mit feiner Süße. Erstaunlich zugänglich für einen Jahrgang - weniger Spannung, mehr Balance. -> 80 % Meunier · 20 % Pinot Noir · Jahrgang 2013 · 7 g/l 🍑 Brut Essence de Terroir Kupferne Farbe, feine Mineralik, schöne Frucht. Auffällig: sehr präsente Mousse, fast fordernd. -> 70 % Meunier · 15 % Pinot Noir · 15 % Chardonnay · 7 g/l 🌰 Cuvée Prestige Tiefer, wärmer, saftig. Röstaromen kamen erst nach rund zehn Sekunden - viel Reservewein, viel Geduld. -> 80 % Meunier · 20 % Pinot Noir · ⅔ Reserveweine · 7,2 g/l 🌿 Cuvée Provocante Der eingängigste Wein im Flight. Würzig, ausgewogen, klassischer Brut-Stil trotz 100 % Meunier. -> 100 % Meunier (alte Reben) · 6,5 g/l #TheChampagneGuy #PiotSevillano #ChampagneAdventskalender #GrowerChampagne #ChampagneTasting #Meunier #ChampagneComparison #ChampagneEducation #ChampagneLovers #ChampagneMoment @laclaye #laclayeperfectserve
Auf Instagram weiterlesen →the_champagne.guy Heute endlich mein Post zum @persevalfarge – Les Goulats. Bei dieser Flasche hat mich vor allem die Rebsorten-Mischung gereizt – Arbane, Petit Meslier und Pinot Gris (zusammen 78 %) plus 22 % Chardonnay. Diese drei „vergessenen“ Sorten sind Teil der ursprünglichen DNA der Champagne, aber heute kaum noch zu finden. Umso spannender, wenn ein Winzer sie bewusst in den Vordergrund stellt. Im Glas zeigt sich der Les Goulats dann auch genauso charaktervoll, wie man es erwarten würde: gelbes Steinobst, Mirabelle, ein Hauch Nuss und etwas Holz. Sehr trocken, fast puristisch, mit einer feinen, lebendigen Säure. Trotz seiner Klarheit wirkt er ruhig und ausgewogen – kein lauter Wein, aber einer, der mit jeder Minute mehr Tiefe zeigt. Champagne-Facts 🍇 Assemblage: 78 % Arbane, Petit Meslier, Pinot Gris · 22 % Chardonnay 🪵 Ausbau: 100 % Holzfässer (fûts) 🍬 Dosage: 4 g/l (Brut) 📆 Jahrgänge im Blend: 2014 (64 %) + 2013 (36 %) 🍾 Tirage: 2016 · Produktion: 1.076 Flaschen 🗓️ Dégorgement: 05/2022 📍 Herkunft: Chamery, Montagne de Reims – Premier Cru Eine Flasche, die zeigt, dass Geschichte und Innovation sich nicht ausschließen müssen – sondern sich manchmal perfekt ergänzen. #TheChampagneGuy @grad.dk @riedel_official #Champagne #PersevalFarge #LesGoulats #Arbane #PetitMeslier #PinotGris #PremierCru #GrowerChampagne #ChampagneMoments
Auf Instagram weiterlesen →the_champagne.guy Die Gartenlounge im Halbschatten. Ein ruhiger Nachmittag, an einem der letzten Ferientage bevor der Schulalltag der Kids wieder los geht und der Herbst langsam anklopft. Daher habe ich bewusst den La Pucelle – Cuvée Parcellaire von @persevalfarge gewählt. Getrunken aus meinem @riedel_official Fatto a Mano – Black Tie. Der Moment? Still, klar, fokussiert. Und genau so schmeckt auch dieser Champagner. Ein reinsortiger Pinot Noir mit kühler Frucht, salziger Mineralität, herber Frische – getragen von feiner Struktur und eleganter Länge. Holz? Dezent... Jeder Schluck vom La Pucelle hallt noch Minuten nach – perfekt zum Genießen, statt ihn nur nebenher zu trinken. Champagner-Facts: 🍇 100 % Pinot Noir (Einzellage – Parzellenwein) 📍 Premier Cru – Chamery, Montagne de Reims 🗓️ Tirage 2015 (Jahrgänge: 68 % 2013, 32 % 2014) ⏳ Degorgement: 10/2022 🕰️ Ausbau: 31 % im Holzfass ⚖️ Dosage: 3,4 g/l – Brut 📦 Limitierte Produktion: 1.285 Flaschen 🥂 Stil: mineralisch, strukturiert, kompromisslos trocken #TheChampagneGuy @grad.dk #PersevalFarge #LaPucelle #ParzellenChampagner #PinotNoir #Spätsommerglas #RiedelLove #CuvéeMitCharakter #BlackTieChampagne #ChampagnerLounge #NoFlutes
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2013 ist ein Jahrgang, den die Weinwelt erst noch entdecken wird. In der Jugend unterschätzt, wird er mit der Zeit seinen Platz unter den besten Jahrgängen der modernen Champagne finden. Ein Jahrgang für die Geduldigen, die Neugierigen, die Champagner-Besessenen, und genau deshalb einer meiner Favoriten.











































