Pommery in der Krise - Was die Probleme des Champagner-Hauses für uns Liebhaber bedeuten

Pommery in der Krise - Was die Probleme des Champagner-Hauses für uns Liebhaber bedeuten

Wenn man wie ich regelmäßig Champagner trinkt und sich für die Branche interessiert, dann trifft einen eine Nachricht wie diese direkt ins Herz: Pommery, eine der bekanntesten Champagner-Marken überhaupt, steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Als jemand, der bereits mehrere Pommery-Champagner zuhause verkostet hat, macht mich das durchaus nachdenklich.

Was ist bei Pommery los?

Die Zeichen stehen nicht gut für das traditionsreiche Haus aus Reims. Finanzielle Probleme in der Champagne sind immer ein sensibles Thema, weil hinter jeder Marke nicht nur Geschichte steckt, sondern auch Menschen, die seit Generationen ihr Handwerk verstehen. Bei Pommery sprechen wir von einem Haus, das 1858 gegründet wurde und zur Gruppe Vranken-Pommery-Monopole gehört.

Was mich als Enthusiast besonders beschäftigt: Wie konnte es soweit kommen? Champagner-Häuser sind normalerweise sehr solide aufgestellt, gerade die großen Namen. Die Nachfrage nach Champagner ist in den letzten Jahren eher gestiegen als gefallen, und Pommery ist definitiv keine Nischenmarke.

Warum trifft es gerade jetzt so viele Champagner-Häuser?

Ich bin kein Wirtschaftsexperte, aber als jemand, der sich intensiv mit Champagner beschäftigt, bekomme ich natürlich mit, was in der Branche passiert. Die letzten Jahre waren herausfordernd: Corona hat den Export erschwert, die Inflation hat die Produktionskosten steigen lassen, und gleichzeitig kämpfen viele Häuser mit gestiegenen Traubenpreisen.

Was ich besonders interessant finde: Pommery war schon immer ein Haus, das auf Innovation gesetzt hat. Die berühmten Kreidekeller, die heute als UNESCO-Welterbe gelten, waren damals revolutionär. Auch geschmacklich hat Pommery oft neue Wege eingeschlagen. Vielleicht war genau das auch Teil des Problems – Innovation kostet Geld.

Meine Erfahrungen mit Pommery-Champagnern

Zuhause habe ich schon verschiedene Pommery-Cuvées probiert, vom klassischen Brut Royal bis hin zu spezielleren Abfüllungen. Was mir dabei immer aufgefallen ist: Pommery hat einen sehr eigenen Stil entwickelt. Die Champagner sind oft etwas fruchtiger und zugänglicher als die ganz klassischen Häuser, ohne dabei an Komplexität zu verlieren.

Der Pommery Brut Royal, den ich mehrfach verkostet habe, zeigt diese Handschrift deutlich: frisch, elegant, mit einer schönen Balance zwischen Frucht und mineralischen Noten. Nicht der komplexeste Champagner der Welt, aber einer, der Spaß macht und auch Champagner-Einsteiger begeistert.

Was bedeuten finanzielle Probleme für die Qualität?

Diese Frage beschäftigt mich als Liebhaber am meisten. Wird sich die Qualität der Pommery-Champagner ändern, wenn das Haus unter Druck steht? Meine Vermutung ist: kurzfristig wahrscheinlich nicht. Champagner-Produktion ist ein langfristiges Geschäft. Die Champagner, die wir heute trinken, wurden vor Jahren produziert.

Aber langfristig könnte es durchaus Auswirkungen geben. Weniger Investitionen in neue Technologien, eventuell Einsparungen bei der Lagerung oder sogar Veränderungen in der Zusammensetzung der Cuvées – all das wäre denkbar.

Ist Pommery noch eine sichere Wahl?

Als jemand, der gerne verschiedene Champagner ausprobiert, stelle ich mir diese Frage durchaus. Sollte ich weiterhin Pommery kaufen? Meine Antwort ist: definitiv ja. Erstens schmeckt der Champagner nach wie vor hervorragend. Zweitens kann sich die Situation auch wieder verbessern – solche Krisen gab es in der Champagne schon öfter.

Außerdem finde ich es wichtig, traditionsreiche Häuser zu unterstützen, gerade wenn sie durchschwierige Zeiten gehen. Jede Flasche, die wir Enthusiasten kaufen, hilft dabei, diese Traditionen zu erhalten.

Was können wir von der Pommery-Krise lernen?

Für mich als Champagner-Liebhaber ist diese Situation ein Reminder: Auch die großen Namen sind nicht unverwundbar. Das macht es umso wichtiger, die Vielfalt der Champagne zu schätzen und zu unterstützen. Nicht nur die Giganten wie Moët oder Veuve Clicquot, sondern auch Häuser wie Pommery, die ihren eigenen Weg gehen.

Vielleicht ist es auch eine Chance für uns Konsumenten, bewusster zu kaufen und die Geschichten hinter den Flaschen mehr zu

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