Famille Moussé: 100 Jahre Meunier in Cuisles
Famille Moussé, bis 2026 unter dem Namen Moussé Fils bekannt, ist eine Vigneron-Maison aus Cuisles in der Vallée de la Marne. Geführt von Cédric Moussé in der 4. Generation seit 2003. Das Centenaire-Jahr war 2023 (gegründet 1923 durch Cédrics Urgroßvater Eugène), die Familie hat den runden Geburtstag mit einem großen Event gefeiert.
Cédric hat die Maison im Mai 2026 umbenannt, von „Moussé Fils" zu Famille Moussé. Die Familie selbst ist allerdings deutlich länger im Spiel: Winzer-Linie seit 1629 entlang der Marne, seit 1880 in Cuisles ansässig. Das, was wir heute im Glas haben, ist die Frucht einer sehr langen Verbindung mit diesem einen Dorf.
Die Geschichte: von Eugène zur 4. Generation
1923: Eugène gründet die Maison
1922 stürzten die Trauben-Preise in der Champagne ein. Eugène Moussé (geboren 1896) war einer von zwei Winzern im Kanton, die daraus die Konsequenz zogen, vom reinen Trauben-Verkauf an den Négoce auf eigene Champagner-Produktion umzustellen. 1923 füllte er die erste eigene Flasche. Drei Jahre später, 1926, fuhr Evrard Thomas, Besitzer des ersten Autos in Cuisles, einer Citroën B14, mit Eugène und ein paar Flaschen nach Paris. Dort trafen sie auf einen jungen amerikanischen Traiteur, der binnen weniger Jahre Eugènes komplette Produktion abnahm. Bis zum Krieg gingen die Kisten in Holzkisten von Port-à-Binson per Zug zur Gare de l'Est.
1943-1945: Krieg, Résistance und Deportation
Im Juni 1943 sägt Eugènes Sohn Edmond mitten in der Nacht den Strommast in den Cuisler Reben um, um die Stromversorgung der Deutschen zu unterbrechen, Anwohner hörten die Säge bis ins Dorf. Im August desselben Jahres entsteht das Réseau Possum, ein Fluchtnetzwerk für abgeschossene britische und amerikanische Piloten. Eugène versteckte ab dem 15. November 1943 zwölf Tage lang den Engländer Ian Robb und den US-Leutnant Carlyle Darling.
Am 21. Juni 1944 kommt die Gestapo. Eugène und Edmond werden verhaftet. Ein Glück im Unglück: Ein Offizier findet auf der Anrichte eine Sten-Maschinenpistole, die Deutschen entscheiden, das Haus nicht zu durchsuchen, und übersehen so Jacques Hodin, eine Figur der Résistance, der in einem der Zimmer versteckt war. Vater und Sohn werden über die Gestapo-Zentrale in Reims nach Châlons-sur-Marne und Compiègne gebracht, dann nach Neuengamme deportiert, später zum Kommando Bremen-Farge (Bau des Bunker Valentin). Suzanne, Eugènes Frau, fuhr mit dem Fahrrad nach Compiègne, um durch den Zaun eine Nachricht zu übermitteln, niemand weiß, ob Eugène sie gelesen hat. Eugène stirbt am 12. April 1945 im KZ Ravensbrück an Typhus. Edmond überlebt, zuletzt zwischen den Trümmern von Hamburg bei Räumkommandos. Suzanne führt den Betrieb in der Übergangszeit.
1947-2003: Wiederaufbau und ökologische Transition
Nach dem Krieg übernimmt Edmond. Er teilt sein Wissen großzügig, formt zahlreiche Winzer der Vallée, und stirbt 1990. Sein Sohn Jean-Marc macht 1976 seine erste eigene Ernte und beginnt sehr früh mit der ökologischen Transition: Begrünung der Reihen, Umbau der gesamten Produktion. 1990 baut er einen neuen Pressraum (heute der Empfangsbereich). 2009 errichtet er gemeinsam mit Cédric ein vollständig eco-konzipiertes Kelterhaus. Jean-Marc war 25 Jahre lang Bürgermeister von Cuisles und ein erklärter Liebhaber des Meunier. Ein Unfall 2013 setzt ihn aus, Cédric beendet die laufende Vinifikation.
2003 → heute: Cédric
the_champagne.guy Heute kein Pairing, sondern nur ein entspannter Nachmittag mit... @champagne_boonen_ – CPTS. Ein toller Winzerchampagner, bei dem man die Philosophie im Hintergrund schmecken kann. Feine Frucht, klare Struktur, leicht salzig, leicht würzig und genau das richtige Maß an Anspruch, um solo zu glänzen. Julien Boonen, der Kopf hinter dem Namen, führt sein Familienweingut im Vallée de la Marne mit viel Gespür für Stil und Substanz. Er bewirtschaftet seine Parzellen nachhaltig, selektiv und mit dem Blick fürs Detail. Der CPTS – „Champagne des Petites Terroirs Sélectionnés“ – stammt aus genau solchen Lagen: klein, charakterstark, selektiert. Ein puristischer Blanc de Noirs, der das Terroir sprechen lässt. Und einer, der ohne großes Drumherum funktioniert – ehrlich, direkt, fein. Ein bisschen Sonne, ein bisschen Ruhe, das richtige Glas von @riedel_official . Mehr braucht’s manchmal nicht. 🍾 Kurz & knapp zum CPTS: - Assemblage - Fruchtig, frisch, trocken - Leichte Würze & mineralischer Grip - Feine Mousse, sehr klare Struktur - Ideal solo oder zu mildem Käse, Nüssen, frischem Baguette #TheChampagneGuy #BoonenCPTS #Winzerchampagner #AssemblageMitCharakter #SoloGlass #ChampagnerOhneAnlass #Terrassenmoment #EinfachGenießen #JulienBoonen #PetitesParcelles
Auf Instagram weiterlesen →Cédric kam nach Lehrjahren in verschiedenen Winzerbetrieben und einer Station bei der CIVC-Experimentier-Kellerei zurück nach Cuisles. 2014 gelingt der vollständige Verzicht auf synthetische Pestizide, Behandlungen seither auf Basis ätherischer Öle. 2017 dann der zweite große Bruch, diesmal in der Vinifikation: Cédric eliminiert „alle Masken", Dosage-Zucker, oenologische Zusätze, petrochemischen Schwefel, neues Holz, Oxidation. Inspiration für die nächste Etappe (Arbeit am niveau vibratoire der Weine) gab ihm der Vigneron Fred Niger aus dem Pays Nantais. Ziel: CO2-neutral, und qualitativ immer eine Schippe drauflegen.
Vignoble & Boden
Familie Moussé bewirtschaftet 17,4 Hektar in vier Dörfern: Cuisles, Jonquery, Châtillon-sur-Marne und Olizy, alle im Marne-Tal. Das Rebsorten-Gewicht liegt klar auf Pinot Meunier (ca. 80%), dazu Pinot Noir (16%) und ein kleiner Chardonnay-Anteil (4%) auf besonderen Parzellen.
Die Bodensignatur ist die zentrale Identität: „Illite", eine grüne Tonschicht, liegt unter einer dünnen Schicht Mutterboden und drainierenden sandigen Tonen, darunter Kreide-Kalkmergel. In Cuisles ist diese Illite-Lage meist nur ~30 cm dick und sitzt nahe der Oberfläche; in Trockenjahren ist sie der entscheidende Wasserspeicher. Eine eigene Cuvée, Les Terres d'Illite, macht das geologische Argument explizit.
Der gesamte Vignoble ist ECOCERT-zertifiziert, das bedeutet die EU-Bio-Norm, nicht nur eine Eigen-Erklärung. Pestizidfrei seit 2014, jetzt mit offizieller Drittpartei-Kontrolle. Für eine Maison dieser Größe ist eine flächendeckende Bio-Zertifizierung kein Selbstläufer; sie ist hier kein Marketing-Häkchen, sondern Konsequenz aus der 2014er-Entscheidung.
Philosophie & Vinifikation
- Handlese in caisses de maraichage (kleine Erntekisten, die ein Vorpressen verhindern)
- Inox-dominiert für die Hauptarbeit, aber gezielter Holzeinsatz: alte Fässer (>8 Jahre) für die Rotwein-Réserve, Barrique-Fermentation für die Saignée
- Réserve Perpétuelle seit 2003, separat für Weiß- und Rotwein, jährlich zu 50% mit der neuen Vendange aufgefrischt
- Malolaktische Gärung für alle Cuvées
- Eigener Schwefel aus Schwefel-Mine statt Petrochemie; Werte zwischen 10 und 29 mg/l je nach Cuvée
- Dosage-Range 0-2,5 g/l, Extra-Brut bis Brut-Nature ist Hausstandard
Nachhaltigkeit konkret
- Solaranlagen versorgen Keller, Empfangs-/Tasting-Bereich und zwei Wohnhäuser
- Geothermie für die Temperatur-Regulation
- Tiere im Weinberg, Schweine, Hühner, Schafe, pflegen den Boden
- Leichtflaschen mit reduziertem CO2-Fußabdruck
- Papier-Kapseln statt Aluminium (Cédric verschickt mit jeder Flasche eine Botschaft auf der Innenseite)
- Eco-konzipiertes Kelterhaus (2009)
Die Cuvées im Detail
L'Esquisse: Brut Sans Année (70% Meunier / 30% Pinot Noir)
the_champagne.guy Gestern habe ich die 50 Jahre @nicolasfeuillatte Jubiläumsflasche geöffnet. Die 50e anniversaire-Edition ist eine direkte Referenz an das Gründungsjahr 1972, limitiertes Label, klassische Reservewein-Assemblage. Was im Glas landet: ein NV aus Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier, assembliert aus Trauben von über 300 Crus der gesamten Champagne-Region. Der erste Eindruck ist genau das, was ich von diesem Haus erwartet habe: reife gelbe Frucht, etwas Brioche-Wärme im Hintergrund, eine weiche, zugängliche Struktur ohne große Ecken. Die Mousse ist fein, der Abgang mittellang mit einem Hauch getrockneter Aprikose. Nichts, das einen vom Hocker reißt, aber auch nichts, das enttäuscht. Für ein Haus dieser Größenordnung ist das Konsistenz-Arbeit auf hohem Niveau. @nicolasfeuillatte ist eine der größten Champagner-Kooperativen der Welt, gegründet 1972 in Chouilly. Hinter dem Haus steckt das Centre Vinicole de Champagne, ein Zusammenschluss von rund 5.000 Winzern und 80 Kooperativen. Diese Skala ermöglicht Reservewein-Ressourcen, die kleinere Produzenten schlicht nicht haben, und das merkt man der Cuvée an: sehr stimmig, sehr rund. 🍾 Assemblage: Chardonnay, Pinot Noir, Pinot Meunier 🏆 Jahrgang: NV 📍 Lage: Chouilly, Côte des Blancs (Kooperative aus 300+ Crus) 🥂 Dosage: Brut 💡 Charakter: rund, reif, zugänglich Ein Haus dieser Größe polarisiert in der Champagner-Community, das ist mir bewusst. Für mich war das hier ein solider, unkomplizierter Abend mit einer Flasche, die genau das geliefert hat, was draufsteht. #NicolasFeuillatte @josephinenhutte @laclaye @grad.dk @grad_rd #CotedesBlancs #BrutNV #LimitedEdition #TheChampagneGuy
Auf Instagram weiterlesen →the_champagne.guy Die Cuvée „Ôde à la Vie“ von @champagneretvely aus Festigny und Vauchamps in der Vallée de la Marne ist allein schon vom Label her wunderschön und ich habe mich auf diese Flasche sehr gefreut. Schon beim Öffnen spürt man die Jugend dieses Weins. Ungestüm und direkt zeigt er sich, mit einer seidigen Mousse, die der malolaktischen Gärung zu verdanken ist. Die 4 Gramm Dosage wirken dezent und elegant, eher wie ein Brut. Der Wein kann definitiv noch ein paar Monate oder Jahre Lagerung vertragen, aber auch jetzt ist er bereits wunderbar zu trinken. 🍾 Assemblage: 3 Cépages (Chardonnay, Pinot Noir, Pinot Meunier) 🥂 Dosage: 4 g/l (Extra Brut) 📍 Lage: Festigny und Vauchamps 🍷 Ausbau: mit malolaktischer Gärung 💡 Charakter: jung, ungestüm, seidig Das Design der Flasche erzählt seine eigene Geschichte. Laut Carole von der Maison bedeuten Name und Gestaltung so viel mehr. Eine durchdachte Visitenkarte für ein Haus, das Champagner als Lebensgefühl versteht. Was den Ôde à la Vie besonders macht: Er vereint die klassische Assemblage der drei Rebsorten mit einem sehr zugänglichen, direkten Charakter. #NeretVely @gabriel_glas @mygabrielglas @laclaye @grad.dk @grad_rd #ValleeDeLaMarne #ExtraBrut #OdeALaVie #TheChampagneGuy
Auf Instagram weiterlesen →the_champagne.guy Warum sollte man 100% Meunier als Blanc de Noirs machen, wo doch fast alle anderen Häuser auf Pinot Noir setzen? @dom_caudron aus Passy-Grigny hat eine klare Antwort: weil Meunier bei ihnen seit 1929 perfekt funktioniert. Gersende Carquex und ihr Team bewirtschaften 39 Hektar in der Champagne und haben sich bewusst für diese oft unterschätzte Rebsorte entschieden. Der Extra-Brut zeigt genau, warum diese Entscheidung goldrichtig war. Direkt, strukturiert und mit einer Säure, die cremige Avocado und Mozzarella mühelos durchschneidet. So perfekt funktionierte das Pairing mit meinem Protein-Brot gestern Abend. 🍾 Assemblage: 100% Pinot Meunier 🏆 Jahrgang: NV 🍷 Ausbau: Stahltank, MLF komplett ⏱ Reifung: 24 Monate auf der Hefe 🥂 Dosage: 4 g/l (Extra Brut) 📍 Lage: Passy-Grigny 💡 Charakter: direkt, strukturiert, saftig Was Dom Caudron besonders macht: sie konzentrieren sich auf das, was in ihrer Region am besten wächst, statt Trends zu folgen. Die Famille arbeitet seit fast einem Jahrhundert mit Meunier und hat dabei einen Stil entwickelt, der zeigt, was diese Rebsorte als Solo-Auftritt kann. Keine große Show, einfach handwerklich saubere Arbeit mit klarem Fokus. #BlancdeNoirs #PinotMeunier @riedel_official @riedelteam_france @laclaye @grad.dk @grad_rd #ExtraBrut #DomCaudron #TheChampagneGuy
Auf Instagram weiterlesen →the_champagne.guy Nachdem ich neulich bei @neni.prater ein traumhaftes Hamshuka gegessen habe – es dort aber leider keinen Champagner gab – hieß es heute zuhause: Hamshuka und scharfer Auberginen-Tomatensalat. Dazu habe ich den Art’Terre 2020 von Thomas Perseval geöffnet, den ich gestern im @terroirundadiletten Champagner-Paket von @einfach_geniessen bekommen habe. Ein Wein, der sowieso schon viel Persönlichkeit mitbringt – und der heute endgültig gezeigt hat, wie grandios Champagner als Essensbegleiter funktionieren kann. Der selbstgemachte Hummus (fluffig, cremig, so wie er sein soll) und die feine Mousse des Champagners – das war schon ein Match für sich. Und dann diese leicht oxidativen Noten des Art’Terre: warm, würzig, ein bisschen wild – genau der Punkt, an dem das Ganze sich perfekt geschlossen hat. Mit den Röstaromen der Aubergine, der Limette, dem Tomatenmark und den Gewürzen (Baharat, Chili, Ingwer) ist er komplett aufgegangen. Nichts hat sich überlagert, alles hat ineinander gegriffen. Essen und Champagner waren gleichermaßen komplex – aber eben kompatibel komplex. Der Art’Terre ist einer dieser Champagner, die das Essen nicht begleiten, sondern erweitern. Champagne-Facts 🥂 Assemblage: 40 % Pinot Noir · 40 % Pinot Meunier · 20 % Chardonnay 📅 Vendange: 2020 · Tirage: September 2021 🕰 Dégorgiert: Februar 2023 (à la volée) 🍬 Dosage: 0 g/l (Brut Nature) 🌱 Premier Cru Chamery · Bio-zertifiziert 🪵 Ausbau: Edelstahl + Struktur vom langen Hefelager 🧭 Stil: energiegeladen · würzig · puristisch · food-friendly Ein Abend, der zeigt: Wenn Champagner zum Essen passt, dann passt er richtig. #TheChampagneGuy @grad.dk @riedel_official @laclaye #ThomasPerseval #ArtTerre #Chamery #BrutNature #FoodPairing #ChampagnePairing #ChampagneDinner #ChampagneLife #ChampagneMoment #TheChampagneGuyMoments #GrowerChampagne
Auf Instagram weiterlesen →Junge-Parzellen-Cuvée mit anteilig viel taille (zweite Pressung), bewusst auf Trinkfreude und Frucht gebaut. Base 70% 2020 + 30% 2021, BSA, 18 Monate Reife. Terroir: Cuisles, Jonquery, Châtillon-sur-Marne (90% argile verte).
Eugène: Brut Perpétuelle (80% Meunier / 20% Pinot Noir, 2,5 g/l)
Die zentrale Réserve-Perpétuelle, gestartet 2003, der Name ist Hommage an den Gründer. Hieß zuvor Carte Or, dann Or Tradition, dann L'Or d'Eugène. Zum Centenaire 2023 wurde die Range neu aufgestellt: die Cuvée heißt seither schlicht Eugène. Jede Vendange refresht 50% der Perpetuelle. 18 Monate Hefe-Reife.
Eugène: Longue Garde (Brut Nature Perpétuelle, 0 g/l)
Gleiche Perpétuelle, aber 60 statt 18 Monate auf der Hefe. Zeigt, dass Meunier sehr wohl altern kann, und zwar ohne seine Frische zu verlieren.
Eugène Rosé: Rosé d'Assemblage Perpétuelle (82% Meunier / 18% Pinot Noir, 2,5 g/l)
Assemblage zweier Perpétuelles, einer aus Weißwein, einer aus Rotwein. Der Rotwein-Teil stammt aus einer einzigen Meunier-Parzelle, fermentiert in alten Fässern (>8 Jahre), die Oxidation zulassen. Lange kalte Pre-Fermentations-Mazeration. 18 Monate Reife.
L'Anecdote 2019: Blanc de Blancs Brut Nature (100% Chardonnay, 0 g/l)
the_champagne.guy Dieser Grand Cellier zeigt sofort, warum Premier Cru aus Rilly-la-Montagne etwas Besonderes ist. Die goldgelbe Farbe und die lebendige Mousse sind dabei nur der Anfang. Hier entwickelt sich eine Mineralität, die nicht kühl und distanziert wirkt, sondern an warmen Stein erinnert. Dazu kommen florale Noten und ein dezenter Holzanklang, der die Assemblage perfekt abrundet. @champagnevilmart bewirtschaftet in der Montagne de Reims seit Generationen ausschließlich Premier-Cru-Lagen. Die Familie Champs setzt dabei auf nachhaltige Bewirtschaftung und traditionelle Méthode Champenoise. Der Grand Cellier repräsentiert ihren klassischen Stil – eine Assemblage, die das Terroir von Rilly-la-Montagne ohne große Eingriffe zur Geltung bringt. 🍾 Assemblage: 70% Chardonnay, 30% Pinot Noir 🏆 Jahrgang: NV (Vins de réserve 2020/2021) 🍷 Ausbau: Traditionell in Edelstahl ⏱ Reifung: 10 Monate auf der Hefe 🥂 Dosage: 8 g/l (Brut) 📍 Lage: Premier Cru Rilly-la-Montagne 🍇 Cru-Status: Premier Cru 💡 Charakter: mineralisch, floral, ausbalanciert Diese Cuvée zeigt eindrucksvoll, wie sich Chardonnay und Pinot Noir aus derselben Lage ergänzen. Der Chardonnay bringt die charakteristische Mineralität der Kreideböden, während der Pinot Noir für Struktur und die warme Steinanmutung sorgt. Vilmart versteht es, beide Rebsorten so zu vinifizieren, dass das Terroir im Vordergrund steht. Ein Champagner, der Rilly-la-Montagne authentisch widerspiegelt und dabei zugänglich bleibt. Für mich ist das genau die Art von Premier Cru, die zeigt, warum diese Klassifikation mehr als nur Marketing ist. #PremierCru @riedel_official @riedelteam_france @laclaye @grad.dk @grad_rd #RillyLaMontagne #MontagneDeReims #VilmartCie #TheChampagneGuy
Auf Instagram weiterlesen →the_champagne.guy Flight 2 mit 4 weiteren Flaschen aus dem @piotsevillano Adventskalender fühlte sich von Beginn an anders an. Weniger Kontraste, weniger Extreme – dafür mehr Substanz, mehr Wärme, mehr Reife. Nachdem Flight 1 stark über Säure, Dosage und Spannung definiert war, stand hier Meunier in seiner klassischen, gereiften Form im Mittelpunkt: Jahrgang, Reserveweine, alte Reben. Auch hier wieder parallel geöffnet und verkostet, gleiche Gläser (@gabriel_glas ), gleiche Reihenfolge, gleicher Anspruch an Vergleichbarkeit. Die Flaschen: 🍯 Millésime 2013 Fruchtig-frisch, mit feiner Süße. Erstaunlich zugänglich für einen Jahrgang - weniger Spannung, mehr Balance. -> 80 % Meunier · 20 % Pinot Noir · Jahrgang 2013 · 7 g/l 🍑 Brut Essence de Terroir Kupferne Farbe, feine Mineralik, schöne Frucht. Auffällig: sehr präsente Mousse, fast fordernd. -> 70 % Meunier · 15 % Pinot Noir · 15 % Chardonnay · 7 g/l 🌰 Cuvée Prestige Tiefer, wärmer, saftig. Röstaromen kamen erst nach rund zehn Sekunden - viel Reservewein, viel Geduld. -> 80 % Meunier · 20 % Pinot Noir · ⅔ Reserveweine · 7,2 g/l 🌿 Cuvée Provocante Der eingängigste Wein im Flight. Würzig, ausgewogen, klassischer Brut-Stil trotz 100 % Meunier. -> 100 % Meunier (alte Reben) · 6,5 g/l #TheChampagneGuy #PiotSevillano #ChampagneAdventskalender #GrowerChampagne #ChampagneTasting #Meunier #ChampagneComparison #ChampagneEducation #ChampagneLovers #ChampagneMoment @laclaye #laclayeperfectserve
Auf Instagram weiterlesen →the_champagne.guy Für gestern Abend hatte ich den @champagne_forget_brimont – Vintage 2013 rausgesucht. Eine Flasche, die ich zweimal im Keller habe, aber bisher noch nicht kannte. Daher die Idee: einmal solo – und die zweite Flasche dann vielleicht mit einem Pairing, wenn’s passt. Bei der Glaswahl hätte ich eigentlich wieder mein Riedel Fatto a Mano Black Tie genommen, hab mich dann aber an einen Kommentar von @maxiriedel erinnert: Die Dom Pérignon-Gläser passen auch generell für Jahrgangs-Champagner. Also heute mal wieder die Dom Pérignon-Gläser. Beim Einschenken war ich dann erstmal verwundert über die extrem großen Bubbles – kaum Aroma, irgendwie nicht das, was ich mir von dieser Flasche erwartet hatte. Zuerst dachte ich, dass ich die Gläser schon länger nicht mehr verwendet hatte und sie nochmal hätte polieren sollen. Also gespült, poliert – gleiches Ergebnis. Dann der direkte Vergleich im Fatto a Mano Black Tie: alles wie gewohnt. Feine Bubbles, samtige Mousse, offeneres Aroma. Also nochmal etwas gelesen, Chat GPT gefragt, was hier gerade los ist 😄 Und ja – der 2013 braucht im Dom Pérignon-Glas einfach Zeit und Wärme. Nach rund zehn Minuten und etwa elf Grad merkt man, wie das Glas plötzlich zum Werkzeug wird – und nicht mehr nur zum Nebendarsteller. Damit wir nicht nur über Gläser sprechen :) -> reife Steinfrucht – Aprikose, Pfirsich – aber in einem klaren, knackigen Stil. Dazu Mandeln/Haselnüsse und ein Hauch würziger Kreide-Mineralik kam dann dem wasnich erwartet hatte schon näher 🥂🍾 Champagne-Facts 🥂 50 % Pinot Noir · 50 % Chardonnay 📅 Jahrgang 2013 📍 Ludes · Montagne de Reims 🪵 Ausbau im Edelstahl, malolaktische Gärung durchgeführt 🍬 Dosage: 6–7 g/l (Brut) 🕰 Stil: klassisch · strukturiert · elegant Ein spannender Abend, der mal wieder gezeigt hat, wie viel ein Glas verändern kann und dass jede Flasche und jedes Setting auf ihre Weise überraschen kann. Lernkurve und so :) #TheChampagneGuy @mybeezer @riedel_official @grad.dk #ForgetBrimont #Vintage2013 #ChampagneMoment #GrowerChampagne #MontagnedeReims #ChampagneLife #ChampagneVibes #ChampagneTasting #ChampagneExperience #ChampagneLover #TheChampagneGuyMoments
Auf Instagram weiterlesen →the_champagne.guy Gleicher Champagner -> der Solera RP.B – Extra Brut von @champagnerobertallait Drei Gläser -> Drei komplett verschiedene Erlebnisse. -> @josephinenhutte No. 4: Eleganz & Finesse – die aromatische Spannung des Solera-Ausbaus bleibt eher fokussiert. Die Perlage wirkt lebendig, die oxidative Note zeigt sich zurückhaltend. Ideal für den Einstieg. (Der Post dazu folgt noch) -> @gabriel_glas One for all: Runder, weicher, breiter – die Struktur kommt stärker raus, cremiger am Gaumen, nussiger im Abgang. Die Röstaromen damals (Post von Anfang Mai) zum Burger? Ein Traum. -> @riedel_official WineWings: Heute dann der große Auftritt. Das bauchige Glas gibt dem Champagner Raum – und der nutzt ihn. Weniger Mousse, dafür mehr Textur. Der RP-B wirkt fast wie ein gereifter Weißwein – mit Tiefe, Salzigkeit und dieser typischen Solera-Komplexität. Fazit: Jedes Glas ein anderer Blick auf denselben Charakterkopf. Und genau deshalb liebe ich dieses Projekt: Es geht nicht um die eine Wahrheit im Glas – sondern ums Erleben. Champagner-Facts: 🍇 60 % Chardonnay, 40 % Pinot Noir 🔁 Solera-Ausbau – mehrere Jahrgänge vereint 📉 Dosage: Extra Brut (~ 5 g/l) 📍 Villers-sous-Châtillon, Vallée de la Marne 🥂 Stil: gereift, strukturiert, mit oxidativer Tiefe 🍷 Getestete Gläser: Josephinen Hütte | Gabriel Glas | Riedel WineWings #TheChampagneGuy #RobertAllait #SoleraRPB #SoleraChampagner #ExtraBrut #GlasVergleich #NoFlutes #JosephinenHütte #GabrielGlas #WineWings #ChampagneExperience #ChampagnerMitTiefe #SchmecktImmerAnders #AberNieLangweilig
Auf Instagram weiterlesen →Mikrovinifikation aus zwei Lieux-Dits, Les Varosses in Cuisles und Les Terres Rouges in Jonquery. Beide haben ungewöhnlich tiefe Böden (1,60 m statt der üblichen 0,60 m), weshalb hier ausnahmsweise Chardonnay gepflanzt wurde. Es ist der erste 100% Chardonnay aus Cuisles überhaupt. 36 Monate Reife. Trinkfenster 1 Jahr nach Dégorgement, Garde 10 Jahre.
Les Vignes de mon Village: Brut Nature Perpétuelle, Cuisles-only (100% Meunier, 0 g/l, tirée liège)
Hommage an Jean-Marc Moussé. Perpétuelle 2014-2020, ausschließlich aus Cuisles, ausschließlich auf argile verte. Reduktive Mikrovinifikation in kleinen Inox-Behältern. Verschlossen mit Naturkork (tirée liège) statt Kronkorken. 20 Monate Reife. Cédrics Empfehlung: nicht karaffieren, in Weißwein-Gläser geben, 5 Minuten vor dem Trinken öffnen.
Les Terres d'Illite 2019: Extra Brut Vintage (80% Meunier / 20% Pinot Noir, 2,5 g/l)
Geo-Cuvée. Selektion der Parzellen mit den schönsten Illite-Schichten, der Wasserspeicher-Effekt prägt das Profil. 36 Monate Reife.
Les Fortes Terres 2018: Spécial Club Blanc de Noirs (100% Meunier, 0,5 g/l)
Die erste 100%-Meunier-Cuvée der Maison (Erstjahrgang 2005). 4 Parzellen aus dem Lieu-Dit Les Fortes Terres in Cuisles, steile Hänge, durch Erosion sehr dünne Bodendecke, die Illite-Schicht direkt unter der Oberfläche. Konzentrierte Trauben, weißfleischige Frucht mit Schwerpunkt Pfirsich. Mitglied im Club Trésors de Champagne (Spécial Club). 48 Monate Reife. Garde 20 Jahre.
La Confiance de mon Père 2019: Rosé de Saignée (100% Meunier)
the_champagne.guy 1. Mai. Feiertag. Kein Champagner zum Frühstück – zur Abwechslung. Stattdessen: später Vormittag, Sonne auf der Terrasse, Füße hoch, Lounge-Modus. Ein Glas Rosé, gepfefferte Erdbeeren, hauchdünner Crudo. Keine Show, einfach ein guter Moment. ☀️🍓🍾 Die Champagner-Wahl? @champagne.daniel.leclerc – Rosé de Saignée. Frisch aus dem Kühler, vielleicht bei 8–9 °C, direkt im ersten Glas überraschend präzise und nicht zu „weinig“. Der Pfeffer zügelt die Frucht der Erdbeeren, der Crudo bringt Fett und Salz – zusammen ergibt sich ein Spiel aus Frische, Würze und Textur. Und was mich wirklich überrascht hat: Der Pfeffer bremst die Mousse. Kein wildes Prickeln, sondern ruhiger Druck, getragen, fokussiert. Mit der Sonne steigt die Temperatur - nicht nur der Luft sondern auch des Champagners. Und der Rosé gleich mit 12, vielleicht 13 °C. Und plötzlich verändert sich einiges: Der Champagner wird wuchtiger, dichter, ohne an Balance zu verlieren. Ein kleiner Nebensatz des Lebens: Mein @grad.dk Cooler, der gestern hätte geliefert werden sollen, steckt noch bei UPS fest. 📦 Vielleicht gut so – denn dieser Rosé kann, wie es scheint, Wärme vertragen. Die Erdbeeren sind aufgegessen, der Crudo verschwunden. Und dann kam mein Sohn mit einer Stange Giotto. „Papa, ich glaube, das passt jetzt.“ Ich? Skeptisch. Er? Überzeugt. 9 Stück. Einer für Papa. Acht für mich und meine Schwester? 🤔😅 Und tatsächlich: es passt. Die Haselnuss, die Süße, die feine Cremigkeit – fangen sich im Spannungsbogen des Rosé. Würzig trifft nussig trifft frisch. Kein klassisches Pairing, aber eine gute Erfahrung. Bewusst habe ich dafür heute das @gabriel_glas gewählt, da es bauchig genug für den wuchtigen Rosé de Saignée ist, aber nicht zu groß um die schwere zusätzlich zu betonen. #RoséDeSaignée @leclercgabin #ChampagneVibes #GiottoUndChampagner #giotto #TheChampagneGuy #MaiMoment #TerrassenWein #CrudoLovers #ChampagnerLiebe
Auf Instagram weiterlesen →the_champagne.guy Ein Abend voller Aromen und Experimente – der @champagnemgmarteauxguillaume Infusion hat mich mal wieder überrascht! 🍾✨ Die Kombination aus der Mousse au Chocolat und dem Champagner war ein Volltreffer. Die roten Fruchtnoten und die Würze des Infusion harmonierten perfekt mit der cremigen Schokolade – so gut, dass ich nach ein paar Schlucken fast alles andere vergessen hätte. 😅 Aber das war erst der Anfang: Mein selbstgemachter Orangen-Mango-Spiegel, frische Himbeeren und Haselnüsse brachten noch mehr Komplexität ins Spiel. Zugegeben – die zusätzlichen Komponenten haben die Aromen fast überwältigend gemacht, aber genau das macht solche Experimente aus. Manchmal lernt man, dass weniger mehr ist. 😉 Für den Infusion habe ich heute bewusst mein bauchiges @riedel_official Rotweinglas gewählt. Sein fast rotweinartiger Charakter – geprägt durch die Rosé de Saignée-Methode und die Pinot Meunier-Dominanz – kommt darin hervorragend zur Geltung. Das Glas hebt die kräftigen Aromen und würzigen Noten ideal hervor. Was macht diesen Champagner besonders? - Rosé de Saignée: Intensive Farbe und kräftige Aromen durch kurze Mazeration der Traubenschalen. - Zusammensetzung: 80% Pinot Meunier, 20% Chardonnay. - Geschmack: Rote Beeren wie Cranberry und Schwarzkirsche, gepaart mit würzigen Noten. - Extra Brut: Mit 3,5 g/l Dosage trocken, aber wunderbar ausbalanciert. Fazit: Ein Champagner, der nicht nur solo glänzt, sondern auch bei komplexen Pairings eine beeindruckende Figur macht. Was sagt ihr – lieber pur genießen oder mutig kombinieren? 😊 #ChampagneMoments #MarteauxGuillaume #RoséDeSaignee #ChampagnePairing #MousseAuChocolat #RiedelGlas #ChampagneLove @maxiriedel
Auf Instagram weiterlesen →Älteste Parzelle der Maison, Lieu-Dit Les Bouts de la Ville in Cuisles. 168 Stunden kalte Pre-Fermentations-Infusion, dann Saignée, Fermentation in Barrique, Soutirage in Inox. Keine Schönung, kein Cold-Stop, keine Filtration. 36 Monate Reife. Garde 10 Jahre.
Edmond: Ratafia T'en Penses Quoi? (100% Meunier, 50 cl)
Familienrezept Edmond Moussé, nur an Sohn und Enkel weitergegeben. Hausgemachter Alkohol aus Meunier-Wein, Doppeldestillation, Mutage. Unfiltriert, bernsteinfarben. Empfehlung: zu Maroilles mit roten Früchten und ordentlichem Regionalbrot.
Meine Verkostungen
Zwei Cuvées habe ich schon im Glas gehabt, beide haben Spuren hinterlassen:
the_champagne.guy Nach dem stressigen Freitag und einer kleinen Halloween-Party war gestern Abend einfach Stille angesagt. Dazu die erste Flasche aus einem breiten Repertoire, das ich in Zukunft unbedingt probieren muss. @champagne_mousse – L’Orage Extra Brut. Schon beim ersten Schluck kam diese Frische. Präzise, wie ich es vom Chardonnay erwartet hatte - aber zusätzlich weich, cremig, mit feiner Hefe und dieser salzigen, lebendigen Energie, die noch lange nach dem Schluck nachhallt. Ein Blanc de Blancs, der nicht nur mineralisch kühl daherkommt – sondern mit zusätzlicher Tiefe und Ruhe, die für diesen Abend einfach perfekt war. Champagne-Facts 🥂 100 % Chardonnay 📅 Jahrgang 2021 · Dégorgiert 26/02/2024 📍 Vallée de la Marne · Cuisles 🪵 Ausbau im Edelstahl · keine malolaktische Gärung 🍬 Dosage: 1,5 g/l (Extra Brut) 🌿 HEV-zertifiziert · 12,15 % vol Dass diese Flasche überhaupt existiert, ist fast ein Wunder. Nach Frost, Hagel und Superzellen im Jahr 2021 war die Ernte in Cuisles fast vollständig zerstört. Elf befreundete Winzer halfen spontan mit Trauben aus – aus diesem Zusammenhalt entstand L’Orage („Der Sturm“). Ein Champagner, der zeigt, was Freundschaft in der Champagne bedeuten kann. Special thanks geht also auch in diesem Post an alle Winzer, die bei dieser Flasche sogar auf dem Rücketikett verewigt wurden: @vincent_bauchet & Cécile Bauchet von @champagnepertoismoriset · Benoît Gaspard · @sebastiencrucifix · @champagnedamienhugot · Cédric Massin von @champagneremymassinetfils · @paul.girard.bonnet · @etiennecalsac · Sébastien Mouzon · Damien Goulard von @champagnejmgoulard · Flavien Nowack von @nowack und Nicolas Didier von @champagnedidierducos Manchmal bleiben gerade nach einem Sturm die ruhigsten Momente. #TheChampagneGuy @riedel_official @grad.dk #ChampagneMousséFils #LOrage #BlancdeBlancs #ExtraBrut #ValléedelaMarne #GrowerChampagne #ChampagneMoment #ChampagneLife #ChampagneVibes #ChampagneTasting #TheChampagneGuyMoments
Auf Instagram weiterlesen →→ Vollständige Verkostungs-Notizen: L'Orage Extra Brut 2021
the_champagne.guy Erinnert ihr euch noch an den L’Orage den ich Anfang November gepostet hatte? Heute blicke ich tiefer in das Repertoire von @champagne_mousse und öffne eine Flasche, die das wahre Erbe des Hauses in sich trägt: den Eugène (Perpétuelle). Benannt nach dem Ur-Ur-Großvater von Cédric Moussé, ist dieser Champagner das krasse Gegenteil zum reinen Chardonnay des L’Orage. Wir befinden uns hier im Epizentrum des Meunier – in Cuisles. Und schon beim Öffnen merkt man, dass Nachhaltigkeit hier kein Marketing-Gag ist, sondern bis ins kleinste Detail gelebt wird. Statt der üblichen Alu-Kapsel umschließt eine Hülle aus Papier den Korken – ein starkes Zeichen für den ökologischen Fußabdruck. Und das Beste: Auf der Innenseite verbirgt sich eine Botschaft, die den Moment perfekt einrahmt. 📜 Was diesen Wein so faszinierend macht, ist das System der „Réserve Perpétuelle“. Seit 2003 wird hier jedes Jahr Wein hinzugefügt, was dem Eugène eine Tiefe und Konstanz verleiht, die man förmlich schmecken kann. In der Nase ist er sofort präsent: rote Früchte, ein Hauch von weißem Pfirsich und diese typische Saftigkeit des Meunier, gepaart mit einer feinen Würze. Am Gaumen zeigt er sich unheimlich präzise, aber mit einer weichen, fast großzügigen Textur. Wo der L’Orage die salzige Energie des Chardonnays feierte, zelebriert der Eugène die würzige Frucht und die Kraft des Meunier. Es ist die perfekte Fortsetzung meiner Reise durch die Welt von Moussé – von der Ausnahmeerscheinung hin zur Seele des Hauses. Champagne-Facts 🥂 🍇 80 % Meunier · 20 % Pinot Noir 📦 Basisjahr: 2021 (ca. 50 %) + 50 % Réserve Perpétuelle (seit 2003) 📍 Vallée de la Marne · Cuisles (Illit-Böden) 🪵 Ausbau im Edelstahl · Malolaktische Gärung durchgeführt 🍬 Dosage: 0,5 g/l (Extra Brut) 🌿 Nachhaltigkeit: Seit Generationen im Fokus Fazit: Wenn der L’Orage die Geschichte eines Moments war, dann ist der Eugène die Geschichte einer Familie. Ein charakterstarker Meunier-Blend, der zeigt, warum Cuisles eine so besondere Stellung in der Champagne einnimmt. #TheChampagneGuy @riedel_official @grad.dk @laclaye @grad_rd #ValleeDeLaMarne #Perpetuelle #GrowerChampagne #ChampagneHeritage
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Fakten
| Maison | Famille Moussé (anciennement Moussé Fils) |
| Rechtsform | SARL Famille Moussé |
| Kategorie | Récoltant-Manipulant (RM) |
| Gründung Maison | 1923 (Eugène Moussé) |
| Familie in Cuisles | seit 1880 |
| Vigneron-Linie | seit 1629 (Vallée de la Marne) |
| Aktuelle Generation | 4. Generation, Cédric Moussé (seit 2003) |
| Adresse | 3 rue de Jonquery, 51700 Cuisles, France |
| Region | Vallée de la Marne · Marne (51) |
| Cru | Cuisles ist autre cru (weder GC noch 1er), bewusst als Meunier-Identitäts-Dorf positioniert |
| Dörfer | Cuisles, Jonquery, Châtillon-sur-Marne, Olizy |
| Hektar | 17,4 ha |
| Rebsorten | ca. 80% Meunier, ~16% Pinot Noir, ~4% Chardonnay |
| Boden-Signatur | argile verte „Illite" über marne calcaire |
| Zertifizierung | ECOCERT (Bio nach EU-Norm, gesamter Vignoble), pestizidfrei seit 2014 |
| Vinifikation | Inox-dominiert + alte Fässer für Rotwein-Réserve; malo komplett; eigener Schwefel aus Schwefel-Mine; Dosage 0-2,5 g/l |
| Réserve Perpétuelle | seit 2003 (Weiß + Rot getrennt) |
| Cuvées | 10 + 1 Ratafia |
| Nachhaltigkeit | Solar, Geothermie, Tiere, Leichtflasche, Papier-Kapseln, Ziel CO2-neutral |
| Centenaire | gefeiert 2023 (Gründung 1923) |
| Vertrieb DACH | BEWINE |
| Website | champagnemousse.fr |
| @champagne_mousse | |
| Verkostete Cuvées (TCG) | 2 (Eugène Perpétuelle 2003, L'Orage 2021 / heute L'Anecdote) |
Quellen für dieses Portrait: Maison-Website (champagnemousse.fr), direkte Korrespondenz mit Cédric und Julie Moussé (Mai 2026, Julie hat die offenen Fakten zu Hektar, Zertifizierung, Centenaire-Datum und DACH-Vertrieb am 26.05.2026 verifiziert).




































































