Rosé Champagner: das missverstandene Genre
Rosé Champagner hat ein Image-Problem. Für viele ist er „der hübsche Sommerwein", nett anzuschauen, aber nicht ernst zu nehmen. Genau das ist falsch. Rosé kann zu den komplexesten Champagnern überhaupt gehören, vorausgesetzt man versteht, wie er gemacht wird und was die Methoden im Glas bedeuten.
Rosé macht nur rund 10% der Champagne-Produktion aus. Bei den großen Häusern ist er meistens die Nebenrolle. Bei Winzerchampagnern dreht sich das Bild: Hier findet man Rosés mit Substanz, oft als Saignée, oft handwerklich, oft eigenwillig genug, dass sie mit gut gekochtem Essen besser umgehen als die meisten Blanc de Blancs.
Die zwei Wege zum Rosé Champagner
In der Champagne sind genau zwei Verfahren AOC-konform. Punkt. Beide ergeben „Rosé Champagner", aber sie ergeben sehr unterschiedliche Weine.
Rosé d'Assemblage
Die mit Abstand häufigere Methode und übrigens die einzige Region in Frankreich, in der diese Verschnitt-Methode für Rosé erlaubt ist. Dem fertigen Weißwein-Grundwein wird vor der zweiten Gärung eine kleine Menge Rotwein (Pinot Noir, selten Meunier) zugefügt. Typische Mengen liegen zwischen 5% und 20%, je nach gewünschter Farbintensität und Stil.
Das klingt simpel, ist es aber nicht. Die Kunst liegt nicht im Mischen, sondern im Rotwein selbst. Champagne-Rotwein zu erzeugen ist heikel: kühles Klima, hohe Säure, schwierige Reife. Die besten Häuser arbeiten mit eigenen Rotwein-Cuvées aus selektierten Pinot-Noir-Parzellen, oft aus Bouzy, Ambonnay, Aÿ oder Les Riceys. Diese Rotweine sind selbst spannende Weine, kein bloßer Farbgeber.
Was Rosé d'Assemblage typischerweise auszeichnet:
- Helle Lachsfarbe, manchmal bis Kupfer
- Frische dominiert, weil die Basis ein Weißwein ist
- Fruchtigkeit stammt aus dem Rotwein-Anteil, eher rote als dunkle Beere
- Wenig Tannin, dadurch leichter trinkbar
- Kompromisslos im Aufwand, weil zwei Weine perfekt sein müssen
the_champagne.guy Rosé ist für mich nicht nur ein easy-summer Champagner, sondern eher eine bewusste Frage des Stils. Deshalb mag ich Rosés am meisten, wenn sie gar nicht wie Rosé anmuten. Kein Erdbeerparfum, nicht zwingend ein ausgeprägtes Fruchtbild, sondern auch gerne mal etwas konträr dazu. Der @bonnaireclouet Rosé d’Assemblage trifft das ziemlich genau. Er tut genau das: mit mehr Chardonnay als Pinot Noir, mit mehr Frische als Frucht, und mit einer Linie, die eher über Textur und Spannung kommt als über Effekt. Im Glas wirkt er eher kühl und fokussiert, mit feiner roter Frucht im Hintergrund und dieser kalkigen Spannung, die man sofort der Côte des Blancs zuordnet: klar und mineralisch. Das ist kein Rosé „für nebenbei“, der schnell getrunken wird. Eher einer, der den Tag ein bisschen begleitet und mit jedem Schluck deutlicher zeigt, wie er sich über Zeit, Luft und Temperatur auch verändern kann. 🥂 Champagne-Facts 🥂 Rosé d’Assemblage 📅 Basisjahre: 2020 & 2021 🍇 60 % Chardonnay · 40 % Pinot Noir 🪵 Ausbau: auf der Feinhefe im Edelstahltank 🕰 Hefelager: mind. 36 Monate 🍬 Dosage: Extra-Brut (4 g/l) 📍 Cramant (GC) · Bouzy (GC) · Bergères-les-Vertus (PC) #thechampagneguy @grad.dk @josephinenhutte @laclaye @jeanetiennebonnaire #bonnaire #rosedassemblage #cotedesblancs #extrabrut
Auf Instagram weiterlesen →the_champagne.guy Heute gibt es mal wieder einen Rosé, der optisch und geschmacklich richtig Spaß macht: Den Brut Rosé von @champagne_forget_brimont . Wie ihr auf dem Foto aus meinem Setup sehen könnt, haben wir hier nicht dieses grelle, knallige Pink, das man manchmal bei Rosés sieht. Die Farbe geht vielmehr in ein wunderbar elegantes Lachsrosa mit zarten, fast schon rostfarbenen Reflexen. Forget-Brimont ist in Ludes beheimatet und greift für diese Cuvée auf ein erstklassiges Terroir der Montagne de Reims zurück (darunter Grand Crus wie Verzenay, Verzy und Mailly-Champagne). Der Blend ist ein klassischer Spiegel der Region: 40 % Pinot Noir, 40 % Pinot Meunier und 20 % Chardonnay. Um die Farbe und die feine Beerenfrucht zu erzielen, werden ca. 6 % roter Pinot Noir als Stillwein hinzugefügt (Rosé d’Assemblage). Was diesen Champagner besonders geschmeidig und zugänglich macht, ist der enorm hohe Anteil an Reserveweinen von 40 bis 50 %! Nach 3 Jahren Reifezeit im Kreidekeller bringt er in der Nase eine pure Ladung roter Beeren mit: Erdbeere, Himbeere und Johannisbeere. Am Gaumen ist er durch die 9 g/l Dosage (Brut) und die gemachte malolaktische Gärung herrlich rund, fruchtig und ausbalanciert, behält aber durch die Edelstahltank-Vinifikation seine klare Frische die ich bewusst mit dem @riedel_official Performance Glas bündeln wollte. Champagne-Facts 🥂 🍇 40 % Pinot Noir · 40 % Meunier · 20 % Chardonnay (inkl. 6 % Rotwein) 📍 Terroir: Montagne de Reims (Premier & Grand Crus) 🍷 Reserveweine: satte 40–50 % 🕰 Ausbau: 3 Jahre Hefelager, Malo gemacht 🍬 Dosage: 9 g/l (Brut) Fazit: Ein perfekter Begleiter für entspannte Stunden. #TheChampagneGuy @grad.dk @grad_rd @laclaye #ForgetBrimont #RoseChampagne #RiedelPerformance #GrowerChampagne
Auf Instagram weiterlesen →Rosé de Saignée (auch: Rosé de Macération)
Die seltenere, in den Augen vieler Puristen substanzvollere Methode. Hier werden die roten Trauben (meistens Pinot Noir, gelegentlich Meunier) nach dem Pressen mit ihren Schalen mazeriert. Der Most bleibt mit den Schalen in Kontakt, üblicherweise zwischen wenigen Stunden und bis zu drei Tagen. Während dieser Maceration „blutet" der Most (saigner = bluten) Farbe, Aromen und Tannin aus den Schalen.
Erst dann wird der gefärbte Saft abgezogen und vergoren wie ein normaler Champagne-Grundwein. Das Ergebnis ist nicht einfach ein „dunklerer Rosé", sondern ein anderer Weintyp.
Was Rosé de Saignée typischerweise mitbringt:
- Tiefere Farbe, von Kupfer über Lachsrot bis fast Granat
- Mehr Struktur, spürbares Tannin im Mittelmund
- Beerenfrucht intensiv, Erdbeere, Himbeere, Johannisbeere, manchmal Kirsche
- Vinosität, der Wein fühlt sich wie ein Wein an, nicht wie ein gefärbter Schaumwein
- Längerer Abgang, mit Phenolik im Finish
- Gastronomie-Tauglichkeit, passt zu Gerichten, die andere Champagner überfordern
Die Maceration-Dauer entscheidet praktisch alles. Vier Stunden ergeben einen leicht getönten Rosé mit minimaler Phenolik. 24 bis 48 Stunden ergeben einen Wein, der näher an einem leichten Rotwein als an einem klassischen Champagner liegt. Jeder Erzeuger entscheidet hier nach Stil, Jahrgang und Traubenmaterial.
Was die Maceration-Dauer wirklich macht
Es gibt keinen „richtigen" Wert. Aber es gibt klare Muster:
| Maceration | Farbe | Tannin | Stil |
|---|---|---|---|
| 4 bis 6 Stunden | Hellpink, fast Assemblage-ähnlich | kaum spürbar | luftig, frisch |
| 8 bis 14 Stunden | Lachs bis Kupfer | dezent | balanciert, aromatisch |
| 16 bis 24 Stunden | tiefes Pink | spürbar | vinös, beerig, Gastro-tauglich |
| 24 bis 48+ Stunden | rosé-rot bis hellrot | deutlich | extrem strukturiert, sehr selten |
Wer einen Saignée mit 12 Stunden trinkt und einen mit 36 Stunden, hat zwei völlig verschiedene Weine im Glas. Das ist auch der Reiz: Innerhalb der einen Methode liegt ein ganzes Spektrum. Viele kleinere Häuser bieten beides aus derselben Hand an, demselben Jahrgang. Das ist die direkteste Schule für den Unterschied der Methoden.
the_champagne.guy Die Farbe verrät’s schon: Rosé de Saignée – 14 Stunden Maischekontakt. Mehr Struktur, mehr Saft, ein kleines bisschen Tannin – und genau das macht ihn so spannend. Erdbeere, Ribisel, ein Hauch Würze und diese weinige Tiefe, die ihn klar von klassischen Rosé-Assemblagen unterscheidet. Die Rede ist vom Perle de Saignée von @veuve_olivier_et_fils . Ein Rosé mit ordentlich Wumms, aber eben nicht dieses „zu viel von allem“. Kräftig, tief, beerig… und gleichzeitig erstaunlich trinkig. So ein Rosé, den man eigentlich fürs Pairing aufhebt, weil man denkt, er könnte solo zu intensiv sein – dieser hier war aber überraschend solo-kompatibel. Was ich mag: Er bleibt trotz aller Power elegant. Kein überflüssiger Zucker, der etwas kaschieren müsste – dadurch wirkt das Beerige frischer und geradliniger. Solo absolut gelungen. Zum Essen vermutlich noch stärker. So ein typischer „Ich kann beides“-Champagner. Champagne-Facts 🥂 50 % Pinot Noir · 50 % Meunier (Vendange 2018) 🩸 Rosé de Saignée · 14 h Mazeration 👀 Reben: Ø 40 Jahre 🍬 Dosage: 6 g/l (Brut) Wenn ich vom Perle de Saignée nochmal eine Flasche in die Finger bekomme, dann definitiv mit Pairing – vielleicht zu Jakobsmuscheln oder etwas Asiatischem. #TheChampagneGuy @josephinenhutte @grad.dk @laclaye #VeuveOlivier #PerledeSaignee #RoseChampagne #Saignée #Meunier #PinotNoir #ChampagneMoment #ChampagneLife #TheChampagneGuyMoments #GrowerChampagne #laclayeperfectserve
Auf Instagram weiterlesen →the_champagne.guy Nach der Cuvée Gabin von @champagne.daniel.leclerc war der nächste Schritt klar: Vergleich mit dem Rosé de Saignée. Gleicher Jahrgang, gleicher Winzer – aber ein komplett anderes Erlebnis. Statt 100 % Chardonnay jetzt 100 % Pinot Noir aus der Côte des Bar, hergestellt nach der Saignée-Methode mit 18 Stunden Maischestandzeit. Das Ergebnis? Intensiver, fruchtiger, lebendiger. Verkostungsnotizen: 👃 Nase: Ausdrucksstark, mit frischen roten Früchten – Erdbeeren, Himbeeren, ein Hauch schwarze Johannisbeere. 👅 Gaumen: Lebendig, saftig, mit einer feinen Balance aus Frische und Struktur. Die dunkleren Fruchtaromen zeigen sich erst im Abgang. 🥂 Finish: Lang, mit einer anhaltenden Fruchtigkeit und einer feinen Würze. Das Glas macht den Unterschied: Dieses Mal habe ich ihn aus einem bauchigen Pinot Noir Glas von @zwieselglas probiert – und es war spürbar, wie sich das Mundgefühl verändert hat. Mehr Raum für die Aromenentfaltung, aber gleichzeitig etwas weniger Finesse in der Perlage. Spannender Vergleich! Fazit: Ein Rosé, der nicht nur mit Frucht, sondern auch mit Tiefe überzeugt. Die Kombination aus niedriger Dosage (2 g/l) und langer Flaschenreife sorgt für eine wunderbare Spannung. Definitiv eine Cuvée, die zeigt, was Rosé de Saignée kann. Wer trinkt seinen Rosé lieber aus einem klassischen oder einem bauchigeren Glas? Und welche Rosé de Saignée sind eure Favoriten? 🥂 #DanielLeclerc #RoseDeSaignee #ChampagneLeben #PinotNoir #GlassMatters #ZwieselGlas #TheChampagneGuy
Auf Instagram weiterlesen →Die Rebsorten-Frage: Pinot Noir, Meunier oder Mischung?
Standard ist Pinot Noir. Er bringt Struktur, Farbpotenzial und die klassischen roten Beeren. Meunier-basierte Rosés sind selten, aber spannend: weicher, kürzer, oft mit floralerer Frucht. Manche Erzeuger machen Rosé aus 100% Meunier (zum Beispiel in der Vallée de la Marne), andere mischen.
Chardonnay spielt vor allem in Rosé d'Assemblage eine wichtige Rolle als Basis. Es gibt aber auch Cuvées, in denen Chardonnay den Hauptanteil stellt und nur ein kleiner Pinot-Noir-Rotweinanteil die Farbe gibt. Das Ergebnis: ein Rosé, der wie ein Blanc de Blancs schmeckt, aber Lachston im Glas hat. Ein eigenes Genre.
the_champagne.guy Rosé? Nein – Chardonnay. Oder? Manchmal lohnt sich ein zweiter Blick. Vorallem beim Solera RP-R von @champagnerobertallait – ein 95 % Chardonnay, 5 % Pinot Noir Extra Brut. In der Nase: reife Zitrusfrucht, Brioche, geröstete Mandeln. Am Gaumen: cremig, komplex, salzig – mit Tiefe, Frische und einer ganz eigenen Handschrift. Aber was war das Erste, was mir auffiel? Die Farbe. Fast roséfarben, mit einem Kupferstich – ungewöhnlich für einen Chardonnay-dominierten Champagner. Woran’s lag? Hier meine Learnings: – Die intensive Farbe stammt nicht nur vom Pinot Noir (nur 5 %!) – Sondern auch von: ✔️ Barrique-Ausbau (40 % im Holz) ✔️ Keine malolaktische Gärung – Frische bleibt, Tiefe entsteht ✔️ Lange Reifezeit in der Solera, teils mit Oxidation ✔️ Und auch der roten Stiel meines @riedel_official Fatto a Mano Glases, der bei bestimmten Lichtverhältnissen einen Rosé-Touch unterstützt. Fazit? Champagner lebt nicht nur vom Geschmack – sondern auch von Textur, Farbe, Glas & Kontext. Und genau das macht ihn für mich so spannend. ➡️ Hattet ihr schon mal einen Blanc de Blancs im Glas, der euch farblich total überrascht hat? #TheChampagneGuy #RobertAllait #SoleraRPR #FattoAMano #ChampagnerLiebe #Aromenspektrum #ChardonnayMitCharakter #RiedelGlas #Sinneseindrücke
Auf Instagram weiterlesen →the_champagne.guy 40% Chardonnay, 60% Pinot Noir - bei @champagne_forget_brimont dreht sich die übliche Rosé-Formel um. Wo andere Häuser oft mehr Weißwein nehmen, setzt Michel Forget als 6. Generation auf die Kraft seiner Grand Cru-Pinots aus Mailly-Champagne und Verzenay. Das Weingut bewirtschaftet seit dem frühen 19. Jahrhundert Rebflächen in Ludes, die Marke selbst wurde 1920 von Eugène gegründet. Heute umfassen die 19 Hektar erstklassige Lagen in der Montagne de Reims, von denen die besten Grand Cru-Parzellen in diesen Rosé fließen. Mit 40-50% Reserveweinen aus bis zu 10 Jahrgängen baut Forget-Brimont Komplexität auf, die sich in 30 Monate bis 10 Jahre dauernder Kellerreife entwickelt. 🍾 Assemblage: 60% Pinot Noir, 40% Chardonnay 🏆 Jahrgang: NV 📍 Lage: Grand Cru (Mailly-Champagne, Verzenay) 🥂 Dosage: 9 g/l (Brut) 🍷 Alkohol: 12% 💡 Charakter: strukturiert, elegant, pinot-geprägt ⭐ Besonderheit: 40-50% Reserveweine aus 10 Jahrgängen Diese Cuvée zeigt perfekt den ausgewogenen Stil des Hauses — Pinot Noir als Hauptrebsorte prägt die Struktur, während die HVE-zertifizierte Bewirtschaftung und die langen Reifezeiten für die charakteristische Eleganz sorgen. #Rose #GrandCru @riedel_official @riedelteam_france @laclaye @grad.dk @grad_rd #MontagneDeReims #ForgetBrimont #TheChampagneGuy
Auf Instagram weiterlesen →Stilrichtungen: das Rosé-Spektrum
Wer „Rosé Champagner" sagt, sagt eigentlich nichts. Zwischen dem hellsten Brut Rosé und einem tiefroten Saignée liegen Welten. Die Stile, wie ich sie nach 60+ verkosteten Flaschen ordne:
- Apero-Rosé, heller Assemblage, kurzer Abgang, klassischer Brut. Für die Terrasse, alleine, ohne Essen. Vertreten in fast jedem großen Haus.
- Aroma-Rosé, mittlere Farbe, deutlich Erdbeere und Himbeere, oft 8 bis 12 g/l Dosage. Soll Spaß machen, kein Statement-Wein.
- Substance-Rosé, Saignée oder Assemblage mit langem Fass-Ausbau, Brut Nature bis Extra Brut, Struktur, oft jahrgangsbasiert. Hier wird es interessant.
- Vinosity-Rosé, 18+ Stunden Saignée, Pinot Noir aus Grand-Cru-Lagen, lange Hefelager. Trinkt sich wie ein leichter Rotwein mit Bläschen.
- Solera-Rosé, geschichtete Reserve-Weine über Jahre, oft 100% Chardonnay-Basis mit Rotwein-Touch. Komplex, atypisch, nicht für jeden.
Welcher Stil zu welchem Anlass passt, ist Geschmacksfrage. Aber wer den eigenen Lieblings-Rosé erst kennenlernt, sollte zumindest einmal jeden Stil im Glas gehabt haben.
the_champagne.guy Ein gemütlicher Abend auf der Couch und Lust auf etwas mit Charakter. Im Glas: @champagnepalmer – Rosé Solera – serviert im @gabriel_glas – Gold Edition. Ein eleganter Rosé mit Tiefe, Frische und Würze. ✨ Fakten: 🍇 Chardonnay, Pinot Noir, Pinot Meunier + Pinot Noir Solera-Anteil 📦 Solera-Basis mit jahrzehntealten Reserveweinen 🕰️ Reifung: 2–3 Jahre auf der Hefe 📉 Dosage: 6–7 g/l (Brut) 🌡️ Serviert bei ca. 9 °C 👃 Aromen: Walderdbeere, schwarze Johannisbeere, Vanille, Zimt 🎯 Stil: vollmundig, frisch, präzise, mit sanfter Tiefe Ein Glas, das sich langsam öffnet – und mit jedem Schluck noch spannender wird. #TheChampagneGuy #PalmerChampagne #RoséSolera #GabrielGlas #CouchMoment #ChampagneTime #RoséUndRuhe #SoleraStyle
Auf Instagram weiterlesen →the_champagne.guy Hier habe ich einen ganz besonderen Rosé göffnet: den „Bissextile“ von @derotdelugny . Der Name ist hier Programm, denn dieser Rosé d’Assemblage wird nicht in jedem Jahr produziert. Er ist eine Assemblage aus 43 % Chardonnay, 43 % Pinot Meunier und 14 % Pinot Noir. Der Clou? Die 14 % Rotwein für die Farbe und Struktur stammen von einer alten, ideal gelegenen Parzelle, werden ausschließlich in den besten Jahren geerntet und in Eichenfässern vinifiziert! Im Glas leuchtet er in einem dunklen Himbeerrot. Fast schon Rubinrot. In der Nase ist er sofort präsent: Es starten feine Gewürznoten, die dann von dunklen Früchten wie Brombeere und Cassis abgelöst werden. Dazu gesellt sich ein feiner Hauch von Leder, der schon erahnen lässt, dass hier ordentlich Struktur im Spiel ist! Am Gaumen setzt sich dieses würzige Spiel fort: Muskatnuss und Zimt, begleitet von zarten Noten von Kirschkern und Kirschwasser. Gegen Ende dreht er dann nochmal richtig auf und bringt Aromen, die man eher von einem Rosé de Saignée erwarten würde – dunkle Früchte, gepaart mit einer säuerlichen, fast schon „gierigen“ Frische, die für ein grandioses Finish sorgt. Für diesen charakterstarken Rosé habe ich heute bewusst das etwas schmalere @riedel_official Performance Glas gewählt. Es ist perfekt, um die feinen Gewürz- und Fruchtnoten zu fokussieren und der Struktur dieses 2018/2019er Blends genau den richtigen Rahmen zu geben. Champagne-Facts 🥂 🍇 43 % Chardonnay · 43 % Pinot Meunier · 14 % Pinot Noir (Rotwein) 🍷 Reserveweine: satte 50 % 📅 Basisjahre: 2018-2019 🕰 Ausbau: 4 Jahre Hefelager, Malo gemacht 🍬 Dosage: 6 g/l (Brut) mit hausgemachtem Chardonnay-Liqueur Fazit: Ein strukturierter, eleganter und herrlich würziger Rosé, der durch den Rotweinanteil aus alten Reben und den Holzausbau eine tolle Dichte mitbringt. Wer gerne kräftigere Rosés trinkt, ist hier genau richtig! Begleitet ihr so einen intensiven Rosé lieber mit Essen oder genießt ihr ihn pur? #TheChampagneGuy @laclaye @grad.dk @grad_rd #Bissextile #RoseChampagne #GrowerChampagne #RiedelPerformance
Auf Instagram weiterlesen →Farbe lesen lernen
Die Farbe verrät erstaunlich viel, wenn man sie zu lesen weiß. Wichtig: nicht im Etikettenstil, sondern im Glas, gegen weiße Tischdecke oder neutralen Hintergrund.
- Sehr blass, lachsrosa: kurzer Hautkontakt oder geringer Rotweinanteil. Häufig leichter, fruchtiger Stil.
- Lachsrot bis Kupfer: typisch Assemblage mit kräftigerem Rotwein-Touch oder Saignée mit etwa 10 Stunden Maceration. Mittelweg.
- Tiefes Pink mit Rotreflexen: längere Maceration, oft Pinot Noir aus reifen Grand-Cru-Lagen.
- Orange-rosa, fast Zwiebelschalen-Ton: oxidative Stilistik, längere Reife, oder bewusst alte Cuvée. Nicht negativ, nur anders.
Was übrigens nichts über Qualität sagt: die Farbintensität. Hell ist nicht besser als dunkel und umgekehrt. Es ist nur ein anderer Stil.
Servieren: Glas, Temperatur, Reihenfolge
Drei Sachen, die ich überall predige und beim Rosé doppelt:
Tulpe oder Weinglas, niemals Flöte. Eine Flöte zerstört bei jedem Champagner die Aromen, beim Rosé besonders. Die Beerenfrucht, die Phenolik, der Wein-Charakter: alles geht in der schmalen Säule verloren. Ein normales Weißweinglas reicht. Eine Tulpe ist optimal. (#saynotoflutes)
Temperatur: 10 bis 12 Grad, nicht kälter. Apero-Rosé verträgt 8 Grad, vinöse Saignées brauchen 11 bis 12, sonst verstecken sie sich. Ein zu kalt servierter Saignée ist verschenkter Wein. Wer keinen Kühler hat: 30 Minuten Kühlschrank reichen für die meisten Apero-Rosés, eine Stunde für Substanz-Cuvées.
In der Reihenfolge nach hinten. Wer Rosé als „leichter Sommer-Auftakt" plant, hat den Stil nicht verstanden. Substanz-Rosés gehören in die Mitte oder ans Ende einer Verkostungsreihe, nicht vor den Blanc de Blancs.
the_champagne.guy Heute wieder ein @champagnechavost , wie ich ihn kenne – diesmal der Rosé. Kein klassischer Rosé, sondern der typische Chavost-Ansatz: biodynamisch, ohne zugesetzten Schwefel, zero Dosage. Ein Rosé, der nicht über seine Farbe gefallen will, sondern über seinen Charakter. Die Farbe bewegt sich eher im gedeckten Roséton – klar, ruhig, nicht übertrieben. In der Nase kommt sofort dieses Naturwein-Feeling durch: rote Beeren, etwas Hagebutte, leicht kräutrig, dazu ein sehr sauberer, frischer Zug – ohne jede Schwere. Am Gaumen dann trocken und so präzise, wie ich es bei 0 g/l Dosage erwartet habe. Rote Frucht, etwas Granatapfel, ein Hauch Grapefruitschale – alles getragen von dieser typisch straffen Chavost-Säure. Zero Dosage und kein Schwefel geben ihm eine offene, ungeschminkte Textur: lebendig, ehrlich, sehr geradlinig. Ein Rosé, der die Handschrift des Winzers perfekt zeigt. Champagne-Facts 🍇 Biologisch bewirtschaftet · ohne zugesetzten Schwefel 📅 Dégorgiert: 01/2025 🍬 Dosage: 0 g/l · Brut Nature 📍 Chavot–Courcourt (Nähe Épernay) 🍾 Alkohol: 12,75 % vol 🎨 Stil: trocken · klar · lebendig · naturbetont #TheChampagneGuy @gabriel_glas @grad.dk @laclaye #Chavost #ChampagneChavost #RoseNature #BrutNature #ZeroDosage #GrowerChampagne #ChampagneLife #ChampagneVibes #laclayeperfectserve
Auf Instagram weiterlesen →the_champagne.guy Wer einen Rosé Champagner für die Terrasse entkorkt und direkt den kraftvollen Rotweineindruck spürt, sollte nochmal aufs Label schauen. Also nicht so wie ich bei dieser Flasche 😂 🍾 Bei diesem Rosé de Saignée von @champagnecollardpicard ist der Name Programm - „Merveilles“ aus der Einzellage „Les Terrates“ in Vertus. Collard Picard vereint seit 1996 die Expertise zweier Winzerfamilien aus dem späten 19. Jahrhundert. @oliviercollardpicard und Caroline Picard bewirtschaften heute mit Sohn @collard.alexandre 16 Hektar auf 52 Parzellen zwischen Marne-Tal und Côte des Blancs. Seit 2019 HVE-zertifiziert, verzichten sie komplett auf Herbizide und Insektizide bei der Umstellung auf Bio-Bewirtschaftung. 🍾 Assemblage: 80% Pinot Noir, 20% Chardonnay 🏆 Jahrgang: 2017 🍷 Ausbau: Eichenfudder, ohne MLF ⏱ Reifung: 72 Monate auf der Hefe 🥂 Dosage: 4 g/l (Extra Brut) 📍 Lage: Vertus Premier Cru „Les Terrates“ 💡 Charakter: kraftvoll, tieffruchtig, rotweinartig Die Co-Mazeration bringt diese intensive Farbe und den markanten Rotweineindruck mit dunklen Beerenfrüchten. Was als sommerlicher Aperitif zu wuchtig startete, entwickelte sich beim späteren Essen zur perfekten Wahl. Die schlanke Dosage mit konzentriertem Traubenmost statt Zucker hält trotz der neun Jahre Reifezeit die Balance zwischen Kraft und Frische. #RoseChampagne @josephinenhutte @laclaye @grad.dk @grad_rd #VertusPremirerCru #CollardPicard #CotedesBlancs #TheChampagneGuy
Auf Instagram weiterlesen →Food-Pairing: wo Rosé glänzt
Rosé Champagner ist ein unterschätzter Essensbegleiter, vor allem in der Saignée-Variante. Wo ein Blanc de Blancs bei kräftigen Gerichten an seine Grenzen stößt, fängt Rosé erst an.
- Lachs (geräuchert oder gegrillt) zum Apero-Rosé
- Thunfisch-Tatar, Sashimi, Ceviche zum mittleren Assemblage
- Asiatisch und scharf: thailändisch, indisch, vietnamesisch. Die Beerenfrucht und Restzucker fangen Schärfe ab
- Charcuterie: Bresaola, Coppa, Speck zum Saignée
- Ente und Wachtel zum vinösen Saignée mit 18+ Stunden Maceration
- Rote-Beeren-Desserts: Tarte aux fraises, Panna Cotta mit Himbeerspiegel, Erdbeer-Tiramisu
- Käse: junger Ziegenkäse, Brillat-Savarin, frischer Brebis
Was nicht funktioniert: schwere Saucen mit viel Butter und Sahne. Da fehlt dem Rosé die Cremigkeit, die Blanc de Blancs liefern würde.
the_champagne.guy Sushi für zwei – auf drei Etagen. Nigiri, Maki, Inside-Out, Garnele, Lachs – frisch, klar, pur. Dazu: der Rosé de Macération von @champagneaetctoullec . Kein Rosé zum Wegnicken – sondern einer mit Struktur, Tiefe und klarem Profil. Die Cuvée im Überblick: 📍 Monoparzelle „Les Moutions“ (Rilly-la-Montagne) 🍇 100 % Pinot Noir – 18 Stunden Maischestandzeit 🧪 Vinifikation im Edelstahltank 🕰️ Dégorgiert: November 2023 ⚖️ Dosage: 2 g/l – Extra Brut 🌿 Zertifiziert: VDC & HVE 🥂 Stil: Würzig, sehnig, puristisch Warum das passt: • Fettiger Lachs ↔️ zupackende Frische • Süßlicher Reis ↔️ trockener, klarer Ausbau • Wasabi, Ingwer & Soja ↔️ aromatische Tiefe im Wein Fazit: Ein Rosé, der sich nicht in Frucht flüchtet – sondern zeigt, was Pinot Noir kann, wenn man ihn ernst nimmt. Klar, strukturiert, kompromisslos – und dabei erstaunlich vielseitig am Tisch. #TheChampagneGuy @riedel_official @grad.dk #Toullec #RoséDeMacération #GrowerChampagne #ChampagneAndSushi #LesMoutions #ExtraBrut #RillyLaMontagne #PinotPower
Auf Instagram weiterlesen →the_champagne.guy Ein entspannter Sommertag, eine kleine Antipasti-Platte – und dazu mal kein klassischer Weißer, sondern ein Rosé mit Charakter: Rosé de Saignée von @champagnerobertallait . Was auf der Platte lag? 🥖 Knusprig geröstetes Weißbrot 🫑 Gegrillte, eingelegte Paprika 🍈 Honigmelone 🫒 Oliven 🌶️ Gefüllte Pfefferoni 🐟 Geräucherter Lachs 🥒 Essiggurken 🍖 Salami 🍗 Luftgetrockneter Schinken Der Champagner dazu? • 🍇 100 % Meunier (Rosé de Macération) • 🛢️ Edelstahlausbau • ⚖️ Dosage: 8 g/l – Brut • 🕰️ Reifung: mind. 36 Monate auf der Hefe • 💡 Stil: intensives Rotfruchtprofil, kraftvoll, mit Struktur und einem Hauch Tannin Ein Rosé, der mehr kann als „nur Erdbeeren & Sommer“ – kraftvoll genug für salzige, würzige, rauchige Komponenten. Und genau deshalb: die perfekte Wahl für diese bunte Platte. Ein Rosé, der mitisst. Und nicht nur dekoriert. #TheChampagneGuy @gabriel_glas #RobertAllait #RosédeSaignée #AntipastiUndChampagner #Winzerchampagner #SommerGenuss #ChampagnePairing #RoséMitRückgrat
Auf Instagram weiterlesen →Lagerfähigkeit: kurzer Mythos, ehrliche Antwort
Verbreitet ist die Annahme, Rosé Champagner sei nicht lagerfähig. Das ist falsch. Wahr ist: leichte Apero-Rosés trinkt man jung, weil ihre Frucht das Argument ist. Substanz-Saignées und vinöse Cuvées dagegen entwickeln sich über fünf bis zehn Jahre vergleichbar mit ambitionierten Blancs.
Was passiert beim Reifen:
- Farbe wird tiefer, oft Richtung Kupfer-Orange
- Erdbeere weicht Trockenfrucht, manchmal Feige
- Phenolik integriert sich, der Wein wird runder
- Mousse wird feiner, manchmal fast wie Crémant
Wichtig: Kein zwölfeuriger Apero-Rosé braucht zehn Jahre Keller. Aber ein Jahrgangs-Saignée aus einer Grand-Cru-Lage kann nach acht Jahren brillant sein.
the_champagne.guy Heute gibts mal ein etwas gemischtes Pairing mit der Cuvée Margot Rosé de Saigné 2022 von @champagnealloucherydeguerne . Definitiv eine ausgefallene Kombination die aber erstaunlich gut funktioniert hat. Dieser Premier Cru Rosé aus Chamery zeigt sich kraftvoll und dunkel beerig – typisch für einen Saignée, bei dem die Trauben länger auf der Schale bleiben. Die Intensität ist sofort spürbar, ohne dabei überladen zu wirken. Champagne-Facts: 🍾 Assemblage: Pinot Noir und Chardonnay 🏆 Jahrgang: 2022 🥂 Dosage: 8 g/l (Brut) 📅 Degorgiert: August 2024 🍷 Alkohol: 12,5% 📍 Herkunft: Chamery, Premier Cru 💡 Stil: Kraftvoll, dunkel beerig Das Interessante war das Pairing: Ein Steak mit kräftig gegrillten Champignons an Queller – drei ganz unterschiedliche Aromen, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben. Das Fleischige vom Steak, die erdigen Pilze und der knackig-salzige Meeresspargel. Genau hier hat dieser kräftige Rosé gezeigt, was er kann und alle drei Komponenten perfekt vereint. Ein Champagner, der beweist, dass manchmal die unerwarteten Kombinationen die besten sind. 🍾 #ChampangePairing @josephinenhutte @laclaye @grad.dk @grad_rd #RosédeSaignée #PremierCru #Champagnelover #TheChampagneGuy
Auf Instagram weiterlesen →the_champagne.guy Gestern geöffnet: Mont Martin Rosé 2020 von @nicolasmaillart – ein Premier Cru aus Villers Allerand mit feiner Farbe, klarer Struktur und intensiver Frische. Doch beim Blick aufs Rücketikett musste ich kurz innehalten: 100 % Meunier, Blanc de Noirs, Macération à froid – das klang so gar nicht nach Rosé. Oder doch? Die Front sagt eindeutig „Rosé“, das Rücketikett eher „Blanc de Noirs mit Schale“. Also kurz recherchiert, nochmal die Flasche kontrolliert – und ja: die Etiketten gehören zusammen. Ob es sich um eine bewusst gestylte Grenzform handelt – ein zartfarbener Meunier-Rosé mit Blanc-de-Noirs-Anmutung – oder schlicht um ein falsch aufgeklebtes Backlabel? 🤷🏼♂️ Wir wissen es nicht. Aber wir lieben es, wenn Champagner Fragen stellt. Wenn Stilbegriffe verschwimmen. Wenn man nicht alles auf den ersten Blick einordnen kann. Was drinsteckt: • 🍇 100 % Meunier (sélection massale) • 📍 Villers Allerand 1er Cru (Montagne de Reims) • 🌱 Lehm-Kalk-Boden auf Kreideuntergrund • 🧊 Kalte Mazeration • 🛢️ Ausbau auf der Feinhefe im Holz • ❌ Keine malolaktische Gärung • 🥂 Extra Brut (Dosage: 6 g/l) • 📅 Dégorgiert: 01/2025 • ❗️Nicht filtriert, nicht geschönt 🍾 Geschmacklich war es jedenfalls ein kraftvoller, fast herber Rosé, mit toller Textur, reifer Frucht und viel Charakter – ein Wein mit Haltung. #TheChampagneGuy @mygabrielglas @gabriel_glas @grad.dk #MontMartin #RoséOrNot #MeunierPower #PremierCru #BlancDeNoirs #RoséChampagne #NicolasMaillart #ChampagneStory #LabelCheck #HandcraftedChampagne
Auf Instagram weiterlesen →Mythen und Klarstellungen
„Rosé wird aus Weiß- und Rotwein gemischt." Korrekt nur für die Assemblage-Methode. Saignée ist Hautkontakt, kein Verschnitt.
„Champagner-Rosé ist die einzige Region, wo das Mischen erlaubt ist." Im stillen Weinbereich Frankreichs ist Rotwein-Weißwein-Verschnitt für Rosé tatsächlich generell verboten, in der Champagne wegen der zweiten Gärung als Ausnahme zugelassen.
„Rosé ist süßer als Brut." Falsch. Die Dosage entscheidet, nicht die Farbe. Es gibt Brut-Nature-Rosés mit 0 g/l und Doux-Weiße mit 50 g/l. Farbe sagt nichts über Restzucker.
„Rosé ist immer ein Damengetränk." Bitte nicht mehr. Wer einmal einen 24-Stunden-Saignée aus Aÿ getrunken hat, weiß, dass das Stilfrage ist, nicht Geschlechterfrage.
the_champagne.guy Ein Glas – und sofort eine Erinnerung im Kopf: 🍓 Erdbeerkuchen. Süßlich und verspielt, aber trotzdem elegant und komplex. In der Nase: rote Beeren, Hagebutte, getrocknete Kräuter. Am Gaumen: präzise Frucht, sanfte Gerbstoffe, feine Würze – und eine leise, klare Struktur. @emmanuel.brochet braucht keine Vorstellung. Oder doch? Seit Jahren vinifiziert er die Weine von Le Mont Benoît mit stiller Präzision – als echtes Ein-Mann-Unternehmen. Etiketten mit Dégorgierdatum? Gibt’s nicht – denn selbst das Etikettieren übernimmt er persönlich. Mittlerweile ist Sohn Sascha an Bord – aber man spürt: Hier wird nichts überstürzt. Der Rosé? Ein Blend aus Pinot Meunier von befreundeten Winzern und Rotwein aus der Spitze des Le Mont Benoît (gepflanzt 2000). Kein Saignée, sondern klassisch assembliert – und das war eine exzellente Entscheidung. Heute ohne Pairing genossen – weil ich dieser Flasche nicht die Show stehlen wollte. Dafür im @riedel_official Fatto a Mano – Black Tie – ein idealer Rahmen. ✨ Fakten: 🍇 90 % Pinot Meunier, 10 % Pinot Noir (als Rotwein) 📍 Petite Montagne de Reims, Le Mont Benoît 📆 Ernte: 2022 (non millésimé) 🛢️ 11 Monate im Holzfass, sur lies 📉 Extra Brut 🚫 Nicht filtriert, nicht geschönt 🌱 Spontanvergoren, indigene Hefen Heute: ein erster richtiger Sommertag – fast 30 Grad. Parallel zum Brochet bin ich viermal in den Pool gesprungen 😄☀️ Fazit: Eine Flasche, von der ich definitiv versuchen werde, noch ein, zwei Exemplare aus den nur 6.111 produzierten Flaschen zu sichern. ❤️ #TheChampagneGuy @martinspilens @bubblebistrot #EmmanuelBrochet #RoseLAssemblage #ExtraBrut #PinotMeunier #BlackTieGlass #ChampagnerMitCharakter #BubbleBistro #MontBenoit #ChampagneExperience
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Die vollständige Liste meiner bisher dokumentierten Rosé-Verkostungen, sortiert nach Maison. Jeder Eintrag führt zu der jeweiligen Tasting-Notiz mit Aromen, Stilistik und Bewertung.
- A&C Toullec, Rosé de Macération 2023
- Angellis, Rosé Brut
- Arnaud Champagne Gallimard, Cuvée Rosé Brut de Macération
- Autreau, Rosé Premier Cru
- Bertrand Delespierre, Enfant de la Montagne Rosé
- Besserat de Bellefon, Rosé Brut
- Bollinger, Rosé
- Bonnaire-Clouet, Rosé d'Assemblage 2020
- Bruyen, Rosé Héritage 2023
- Canard-Duchêne, Grand Rosé
- Chavost, Rosé 2025
- Daniel Leclerc, Rosé Brut
- Daniel Leclerc, Rosé de Saignée
- Emmanuel Brochet, Rosé L'Assemblage 2000
- Fleur de Miraval, Petite Fleur 2024
- Forget-Brimont, Rosé de Saignée 2018
- G.H. Mumm, Grand Cordon Rosé
- Henriot, Brut Rosé
- Jacques Busin, Rosé Brut
- Jacques Sonnette, Rosé Brut
- Lanson, Le Rosé Création 67
- Laurent-Perrier, Cuvée Rosé Brut
- Leclaire-Thiefaine, Cuvée 02 Guillemette Le Rosé Extra Brut
- Marteaux Guillaume, Infusion
- Météyer, Rosé Brut
- Nicolas Maillart, Mont Martin Rosé 2020
- Nicolas Maillart, Rosé 2021
- Oudiette, Rosé d'Infusion 2020
- Palmer & Co, Rosé Solera
- Paul Hazard, Cuvée Furtiv
- Péhu-Guiardel et Fils, Rosé Brut
- Perseval-Farge, C. de Rosé 2018
- Pierre Moncuit, Rosé Grand Cru Brut
- Piollot, Les Protelles Brut Nature Rosé
- Piper-Heidsieck, Rosé Sauvage
- Pointillart Leroy, Trois Sœurs Brut Rosé
- Pommery, Brut Rosé
- Rare Champagne, Rosé Millésimé 2012
- Robert Allait, Cuvée 2021
- Robert Allait, Prestige Rosé
- Robert Allait, Rosé de Saignée
- Robert Allait, Rosé de Saignée, Éclat de Meunier
- Robert Allait, Solera RP-R 2017
- Robert Allait, Solera RP-R
- Thiénot x Penfolds, Rosé Brut
- Veuve Clicquot, Rosé
- Veuve Olivier et Fils, Brut Rosé 2018
- Veuve Olivier et Fils, Perle de Saignée 2018
- Vincent Perseval, Rosé Assemblage
- Vollereaux et Fils, Rosé de Saignée
Wenn ihr nur drei Sätze mitnehmt
Rosé Champagner ist kein Stil, sondern ein Spektrum von leicht-fruchtig bis vinös-strukturiert. Die Methode (Assemblage oder Saignée) und die Maceration-Dauer entscheiden mehr als der Erzeuger oder der Preis. Und: serviert ihn nicht zu kalt und nicht in der Flöte. Sonst hat sich das ganze Handwerk dahinter umsonst angestrengt.
Beispiel-Cuvées dazu
- Angellis: Rosé Brut
- Arnaud Champagne Gallimard: Cuvée Rosé Brut de Macération
- Autreau: Rosé Premier Cru
- Bauchet: Cuvée Origine 2018
- Bertrand Delespierre: Enfant de la Montagne Rosé
- Besserat de Bellefon: Rosé Brut
- Bollinger: Rosé
- Bonnaire-Clouet: Rosé d'Assemblage 2020
- Boutillez Vignon: Intonation
- Canard-Duchêne: Charles VII Blanc de Blancs
- Canard-Duchêne: Grand Rosé
- Champagne A&C Toullec: Rosé de Macération 2023
- Champagne Allouchery Deguerne: Cuvée Margot Rosé de Saigné 2022
- Champagne Bruyen: Rosé Héritage 2023
- Champagne Chavost: Rosé 2025
- Champagne Forget-Brimont: Rosé Brut
- Champagne Haton et Filles: Agathe Rosé Brut
- Champagne Mathelin: Rosé de Vigne 2019
- Champagne Météyer: Rosé Brut
- Champagne Péhu-Guiardel et Fils: Rosé Brut
- Chapel Down: Rosé
- Daniel Leclerc: Rosé Brut
- Daniel Leclerc: Rosé de Saignée
- Derot Delugny: Bissextile
- Deutz: Brut Classic
- Emmanuel Brochet: Rosé L'Assemblage 2000
- Fleur de Miraval: Petite Fleur 2024
- Forget-Brimont: Blanc de Blancs Grand Cru
- Forget-Brimont: Brut Rosé
- Forget-Brimont: Rosé
- Forget-Brimont: Rosé de Saignée 2018
- G.H. Mumm: Grand Cordon Rosé
- G. Tribaut: Rosé de Réserve
- Henriot: Brut Rosé
- Jacques Busin: Rosé Brut
- Jacques Sonnette: Rosé Brut
- Lanson: Le Rosé Création 67
- Laurent-Perrier: Cuvée Rosé Brut
- Leclaire-Thiefaine: Cuvée 02 Guillemette Le Rosé Extra Brut
- Marteaux Guillaume: Infusion
- Nicolas Maillart: Mont Martin Rosé 2020
- Nicolas Maillart: Rosé 2021
- Oudiette: Rosé d'Infusion 2020
- Palmer & Co: Rosé Solera
- Paul Hazard: Cuvée Furtiv
- Paul Hazard: Vieilles Vignes Millésime 2013
- Perseval-Farge: C. de Rosé 2018
- Pierre Moncuit: Rosé Grand Cru Brut













































































